Drehrichtung des Motors - Einfluß aufs Kurvenverhalten?

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    • Drehrichtung des Motors - Einfluß aufs Kurvenverhalten?

      Hat eigentlich die Drehrichtung des Motors einen Einfluß aufs Kurvenfahrverhalten?
      Also bei einem Inliner.
      Soll heißen wenn das Kronrad links vom Motor montiert ist, fährt sich dann das Auto in Linkskurven besser?

      Wäre ein Tuningpotential wenn eine Strecke mehr Links als Rechtskurven hat, wird das Kronrad links montiert oder halt umgekehrt ...
    • hmmm
      und wenn dann der Kohlenträger am Motor leicht aussermittig sitzt ist der ganze schöne Plan vorm Popo
      probiere es aus
      einmal die Bahn links herum fräsen
      einmal rechts herum
      okay
      FahrtrichtungsUmschalter sollte ggf auch ausreichen

      jemand der eine Alte Boxer-BMW fährt wird der Idee sofort zustimmen
      DER kennt die Last und Aufstellmomente

      sind Deine Räder nur minimal Richtung Dreirad schief montiert, siehst Du sofort die Lastenwechsel im versetzen der Hinterachse

      viel Spaß beim verifizieren

      cu, DerClaus
      Die Welt braucht mehr Ver-Rückte,
      seht
      was die Normalen aus Ihr gemacht haben

      damit meine ich einen Herrn aus den USA, DAS ist nicht Ver-Rückte, das ist Despokratie
    • Aber

      nun hast Du ein richtiges Problem
      Wie denn bitte beim BARC Motor?
      Motor vor oder hinter die Hinterachse?
      Zahnräder nach Links, oder nach rechts

      ggf noch plus auf den Linken oder den rechten Stromleiter
      ähm

      erstmal reicht es mir

      cu, DerClaus
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    • Die Drehrichtung des Motors hat, bei längseinbau, immer ein gewissen Einfluß auf die Längsdrehachse des Fahrzeugs.

      Einfach dargestellt, nimm mal einen ausgebauten Motor (an den Strom angeschlossen) in die Hand und gib Gas, dann spürst du wie er in eine Richtung drückt.
      Verückterweise macht er das, eingebaut, im Auto, auch.
    • DAS habe ich ja gesagt
      egal ob E oder Verbrenner

      nur das mit den Stromleiter auf welcher Seite war eher ein Scherz

      cu, DC
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      damit meine ich einen Herrn aus den USA, DAS ist nicht Ver-Rückte, das ist Despokratie
    • Ich glaube nicht, daß das viel ausmacht. Der Masseanteil des Ankers (die einzige bewegte Masse, die einen Drehimpuls bewirkt) ist im Vergleich zur Gesamtmasse des Autos ziemlich gering und die Motoren liegen auch bei Serienautos sehr knapp über der Fahrbahn, d.h. der Abstand vom Masseschwerpunkt des Motors zur Fahrbahn (etwa 1cm) = Krafthebelarm ist schon mal deutlich kleiner als der minimal nötige seitliche Umkippradius, also der Abstand von Motorachse bis zur Reifen-Seitenwand (etwa 2,5 - 3 cm) = Lasthebelarm. Nach dem Hebelgesetz (Kraft * Kraftarm = Last * Lastarm) wird da eine ganz starke Kraft nötig bei dem kurzen Hebelchen, das der Anker aufbietet. Und daß der Drehimpuls beim anlaufenden Motor reicht, um das Auto umzukippen, glaube ich nie. Das klappt wahrscheinlich nichtmal dann, wenn man alle Magnete ausbaut, einen Super-Tuningmotor einbaut, das Motorritzel abzieht und dann mittels Schalter die volle Fahrspannung von 14,4V auf die Schiene gibt - dann das wäre wohl genau das Szenario für einen stärkstmöglichen Anlauf-Drehimpuls. Außerdem wirkt dieser Drehimpuls nur beim Wechsel der Drehzahl und auch da nur umso stärker je kürzer der Zeitabschnitt der Beschleunigung und je stärker die Drehzahländerung insgesamt ist, denn der Motor dreht sich ja schon, wenn das Auto fährt.

      Alles in allem dürfte der gyroskopische Effekt also vernachlässigbar sein.
      (Da müßte man den Motor schon deutlich größer bauen, daß sich das auswirkt, vielleicht einen RC-Schiffsmodellmotor für eine Verdrängung ab 2kg einbauen, so in etwa Graupner Jumbo oder einen anderen in der 600er Klasse, das wird dann aber ziemlich schwierig, den auf einem Go!!!-Chassis unterzubringen :lol: )

      Und außerdem ist das sicher ein gewaltiger Aufwand, die Drehrichtung zu ändern: Hinterräder abziehen, Hinterachse rausziehen. dabei Kronrad abziehen, Kronradschacht im Chassis auf die andere Seite umfräsen => wird viel breiter, dann Kronrad verkehrtherum wieder einpressen, Achse zentrieren, Hinterradfelgen wieder aufpressen, dann außerdem noch die Motoranschlüsse ablöten und vertauscht wieder anlöten, denn der Motor muß sich ja andersherum drehen, sonst fährt das Auto rückwärts (es sei denn, man hätte eine bahnweise Fahrtrichtungsumpolung verfügbar) und das alles bloß um mal zu sehen, ob sich die Drehrichtung auf das Kurvenverhalten auswirkt...

      The post was edited 6 times, last by Gobastelbubi ().

    • Was sich aber deutlich anzeigt ist wenn man nicht alle 4 Räder im SchienenKontakt hat, das dann das Heck links/rechts ausbricht bei Lastenwechseln.

      ob sich bei gut ausgerichteten Chassis ein Messbarer Unterschied messbar ist dürfte bei einem GoMotor eher minimal sein

      baut man in den Kleinen Klassik Mini einen 4,5 Ohm Tomy-Turbo ein und fährt dann auf unmagmetischen Stromleitern kann ich mir schon vorstellen, das man das bemerken kann.

      dann bemerkt man aber auch deutlich bösen Reifen Verschleiß
      DAS macht dann aber kaum noch Spaß zu fahren weil das nur noch Aggressiv ist

      cu, DC
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    • warum ich diese (vermeintlich sinnlose) Frage gestellt habe:
      Am Ende der Start-Ziel Gerade der Desmo beobachte ich manchmal, das Auto beim Bremsen (also zu dem Zeitpunkt wenn der Regler losgelassen wird und in die Bremsstellung geht) zuerst nach links versetzen. Und das ganze passiert bevor das Auto dann in die schnelle Links einbiegt. Also genau in die falsche Richtung.

      Ich denke, das je nach Übersetzung die Bremskraft des Motors ausreicht um die Hinterräder deutlich mehr zu verlangsamen als die Räder Grip aufbauen können, das hier also deutlicher Schlupf zwischen Rädern und Bahn herrscht. Zusätzlich bewirkt die Drehzahländerung der Motors ein "Aufstellmoment" das natürlich nicht ausreicht um das Auto aufs Dach zu werfen, aber sehr wohl ausreichend um das Auto in der Bremsphase ein wenig zu destabilisieren.

      und ja, ich bin schon BMWs und Guzzis mit längseingebautem Motor gefahren um zu wissen, wie es sich anfühlt wenn der Motor im Stand hochdreht und sich auf einmal gegen den rechten Unterschenkel lehnt ;)

      Ich sehe schon, ich drucke mal 2 Chassis und vergleiche das Fahrverhalten ...
    • !!!

      wenn alle 4 Räder wirklich den gleichen Abdruck haben und die Reifen den gleichen Haftwert, geht der sichtbare Bereich gegen Null
      brechen meine Autos aus, habe ich ein Dreirad mit vier Rädern gebaut jedenfalls bei Go und Co Motoren
      auch nicht gleichmäßig verbaute Räder, und/oder ein Reifen plan und einer konisch

      lch glaube vieles drumherum wirkt mehr, als die Drehrichtung
      ich bin mal gespannt auf Deine Ergebnisse

      eigentlich müsstest Du das gleiche Chassis mit verschraubbaren Felgen und Kronenrad nehmen und die gleichen Rädern an der gleichen Seiten.
      nur das Kronenrad umbauen und die Kabel umstecken

      ich bin gespannt was Du heraus finden wirst

      viel Erfolg, cu, DerClaus
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    • Dreiradtest einfach mit Hausmitteln

      cu, DC
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    • Also Peter, das mit dem Bremsen auf der Holzbahn kann ich auch bestätigen. Meine Autos mit Kronrad rechts Keilen beim Bremsen nach der langen Gerade auch nach links aus! Da dann eine rechts Kurve kommt passt das sehr schön! Das Barc Chassi mit Sidewinder macht das definitiv nicht. Ich muss mal schauen und genau vergleichen. Es sollten auch Autos mit Kronrad links da sein!
    • Es gibt ellenlange "Forschungsberichte" aus der Hi Tech - Slotracingszene, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
      Fakt ist auch, dass das Versetzen beim Bremsen und teilweise auch beim Anfahren von ungenauer Dreiecksgeometrie zwischen Leitkiel und Achse, und auch von ungenauen Raddurchmessern, aber auch beidem gemeinsam kommt.

      Das Rotationsmoment hat bei unserem Maßstab, dem da herrschenden Gewicht der Modelle und vor Allem dem schwachen Drehmoment der Motoren keine spürbare Auswirkung.

      Geometrie:

      - Die Räder - Außenkanten müssen auf beiden Seiten eine exakt parallele Linie in Relation zur Mitellinie ergeben.
      - Die Dreiecke Leitkieldrehpunkt - Auflagepunkt der Hinterräder wie auch der Vorderräder sowie das Rechteck zwischen den Auflagepunkten der vier Räder müssen exakt sein.
      Da hilft kein " passt scho´", wenn man ein hundertprozentig konkurrenzfähiges slotcar haben will.
      Zumindest kenne ich das so aus den ganzen Jahrzehnten meiner Akktivität im Metier nicht anders.

      Formeln haben in einem Hobby mit derart vielen Unwägbarkeiten wenig Sinn, auch das hat die Praxis bis heute bewiesen.

      Roland
      The second mouse gets the cheese.

      The post was edited 1 time, last by Arkay ().

    • pfuetze wrote:


      und ja, ich bin schon BMWs und Guzzis mit längseingebautem Motor gefahren um zu wissen, wie es sich anfühlt wenn der Motor im Stand hochdreht und sich auf einmal gegen den rechten Unterschenkel lehnt ;)
      Setze Dich mal in eine alte 74er Corvette und gebe im Stand kurz Vollgas....Da lehnt sich da ganze Auto an Dich :phat:

      Roland
      The second mouse gets the cheese.
    • Ich liebe dieses Forum
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    • Arkay wrote:

      Das Rotationsmoment hat bei unserem Maßstab, dem da herrschenden Gewicht der Modelle und vor Allem dem schwachen Drehmoment der Motoren keine spürbare Auswirkung.
      Liebe Kollegen,

      ja, das Versetzen beim Bremsen stört mich auch schon seit Langem.

      Aber das tritt auf unserer Clubbahn vor allem bei originalen Carrera 1:24 Modellen auf. Die versetzen trotz (oder gerade wegen?) des sidewinders immer nach links beim Bremsen, und zwar gewaltig. Am Drehmoment des Motors kann das ja garnicht liegen. Ich vermute hier eher zu viel Spiel in den Achslagern und im Getriebe und gebe zu bedenken, dass das Getriebe ja asymmetrisch sitzt. Insgesamt denke ich, dass hier die Hinterachse pendelt.

      Wir fahren außerdem eine Carrera 1:24 Klasse (sidewinder) mit mehr Freiheiten bei der Modifikation, unter anderem dürfen dort die Achsen kugelgelagert werden und die Getriebe und Achshalter gegen bessere Ware getauscht werden. Und siehe da, die brechen nicht seitlich aus...

      Alle anderen Klassen bei uns sind inliner mit mittig im Fahrzeug befindlichem Krafatübertragungspunkt des Getriebes (1:32 Carrera und Slot.it). Auch die brechen nicht aus, trotz stärkerer Motoren als im original Modell.

      Daher gehe ich eher mit Roland, dass der Aufbau von Getriebe und Chassis einen weitaus größeren Einfluss auf den Geradeauslauf insbesondere beim Bremsen hat, als das Drehmoment des Motors.

      Kann aber durchaus sein, dass das bei den 1:43ern anders ist. Ich bin auf Peters Erkenntnisse gespannt :!:

      So, ich hoffe ich konnte auch ein Wenig zur allgemeinen Verwirrung beitragen.

      Liebe Grüße,

      DDuesentrieb
    • hi DD
      das deckt sich mit meinen Erkenntnissen von der 124 Holzbahn aus dem Eiskeller in HH von den 124-143 Autos dort auf der Bahn

      auch wenn man Carrera 124 gut lagert und gut die Achsgeometrie ausrichtet.

      versetzen Autos beim Lastwechsel im planen Schienenbereich, stimmt etwas in der Geometrie nicht

      original Carrera 124 Lager haben zB deutlich Spiel, das kann zwischen Gas und Bremse deutlich arbeiten
      große Bahnen benötigen ja schnell deutlich andere Übersetzungen bei Carrera 124 und man ist schnell bei anderen Hinterachsträgern mit Kugellagern und schon baut man die auch vorn ein.
      Die Geräusche in den Kurven verändern sich deutlich

      cu, DerClaus
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    • Ich hatte schon bewußt geschrieben "keine spürbare Auswirkung".
      Denn meines Erachtens macht es keinen Sinn X Theorien durchzukäuen.
      Hier hilft nur Praxis. Und - um von mir auszugehen - da mich dieses Ausbrechen immer wiedermal genervt hat, habe ich mich vor vielen Jahren der Qual unterzogen, mit meinem Slotkameraden gemeinsam sehr ausführliche Tests durchzuführen.
      Das ging so weit, dass wir ein Chassis speziell für diesen Zweck entwarfen, bei dem man die Geometrie in allen erdenkbaren Richtungen verfälschen konnte.
      Ergo - was ich schreibe sind so gut wie immer eigene Erfahrungen, oder aber zumindest belegbare, logisch nachvollziehbare Überlegungen.

      Denn was bringt es dem Fragenden, dem vom "Ausbrechen" gepeinigten Slotracer, sich seitenweise Theorien und Annahmen durchlesen zu müssen.

      Im Übrigen ist das Grundproblem absolut simpel nachvollziehbar.




      carrera-go.info/index.php?atta…0f7dbd76837aff068b27db3da



      Geo Räder.jpg



      Geo Achse.jpg


      Man sieht wo in Fahrtrichtung die ersten Angriffspunkte auf der Bahn sind. Ja, auch wenn es nur um Zehntel gehen mag, es hat negative Auswirkungen.

      Roland
      The second mouse gets the cheese.
    • No, Sir.

      Die linke Strecke ist länger weil das linke Hinterrad kleiner ist.

      Unendlich ist der Unwägbarkeiten Schar.... ;)

      Gruß

      Roland

      Das mit versetztem LDP wäre eine weitere. Aber die Bastler sollen ja auch noch was zum Philosophieren haben. :)
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