Chassis selber bauen

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    • Chassis selber bauen

      Hallo.
      Seit nunmehr einem Jahr widme ich mich regelmäßig dem Thema Carrera Go.
      Einige von Euch werden sich noch erinnern wie ich angefangen habe:
      - Oh Gott, was ist K2 und K3
      - Warum gibt es keine Autos mit klaren Scheiben von Carrera?
      - Wie um himmelwillen soll ich je einen Eigenbau realisieren? ?( Das wird nie etwas?
      - Ich will auch Licht in meine Fahrzeuge. Löten? Ich? :fie:

      Naja, was soll ich sagen. Nachdem ich mich ausgiebig meinem Oberlandring gewidmet habe und der mittlerweile ganz ansehnlich geworden ist (Fertigstellung ca. 70%),
      habe ich mich doch immer mehr der Materie Modellbau und Eigenbau gewidmet. Durch nette Forumskollegen wird dies einem aber auch schön einfach gemacht.
      Man bekommt erstklassige Resine-Karosserien (mittlerweile sogar mit Scheiben und Inlays) und es besteht die Möglichkeit auf 3D-Chassis aus dem Drucker zurückzugreifen, wenn man
      keine Carrera Go Chassis anpassen möchte und will.

      Was mich nun aber brennend reizen würde ist der Versuch ein Chassi einmal selbst zu bauen. Viele hier von Euch machen das ja scheinbar immer wieder.
      Ich habe da was von Polysterolplatten gelesen usw.

      Es wäre mir extrem hilfreich, wenn die Chassibauer vielleicht mal ihre Erkenntnisse und Erfahrungen mitteilen könnten und vielleicht auch mal Bilder posten würden.

      Aus welchen Materialien ist es sinnvoll Chassi zu erstellen. Wie kann dies mit normalen Werkzeugen (Cutter, Kleber etc.) realisiert werden? Was braucht man alles dazu?
      Aus wieviel Teilen besteht so ein selbst gebautes Chassi?
      Ist es z.B. auch möglich einen Boden eines HELLER-Modellbausatzes als Chassi umzubauen?

      Ich bin echt auf Eure Empfehlungen, Ideen und Ratschläge gespannt und würde mich sehr gern einmal in diese Materie einarbeiten.

      Die 3D-Druck-Chassi von Peter sind erstklassig und mit diesen komme ich super zurecht und werde hier mit Sicherheit auch immer wieder zuschlagen.
      Aber mit dem Chassibau möchte ich mich gern einmal ausprobieren. Danke schon einmal für Eure Informationen dazu.
      Gruß, Dirk [tschuess]
      Aufbau Taucherwaldring (Taucherwaldring) / Oberlandring (Oberlandring) / Umbau und Eigenbauten (DK167 - Umbauten und Eigenbauten)
    • Theoretisch kannst du ALLES nehmen. Es gibt fast keine Grenzen. Wahrscheinlich geht sogar Butterkeks. Ich hab z.B. schon Chassis aus Holz gesehen, und die sind ganz ordentlich gefahren.
      So als anhaltspunkt: nimm Dir einfach irgendein Chassis, egal ob 3D-Druck, Go!!!, oder sonstwas. Dann nimm Dir irgendein Material, z.B. Polystyrolplatten oder Kupferplatine und fang an zu bauen. Platinen lötest du zusammen, Kunststoffe klebst du. Irgendwie sind doch alle Chassis gleich: Du hast eine Basis, Achshalter, Platz für Motor und einen Leitkiel. Dann wirst du evtl sehen dass es nicht so fährt, wie du gerne hättest. Dann baust du halt das nächste. Das wird besser, aber immer noch nicht gut. usw.
      Und irgendwann ist man dan auch selbst zufrieden. Mein allererstes Chassis bestand aus einem Conradmotor, Achsen und Getriebe aus nem Carracing, Leitkiel von Ninco, und aus resten einer alten Go!!!Schiene. Räder waren von einem Pull&Speed und die Karosse war Tiefgezogen.
    • Und warum sitzt der Motor nicht mittig ? Gibt es einen Grund dafür, dass das Kronenrad in der Mitte sitzen muss ????? Seltsame Fahrdynamik...

      Wie kriegst Du die richtige Bodenfreiheit hin ? Nach "so tief es geht", mit drunter sichtbarem Chassis, oder nach gutem originalgetreuen Aussehen, wo man logischerweise kein Chassis sieht ?

      Warum mißt man eigentlich die Spurbreite, wenn doch die Gesamtbreite das Ausschlaggebende ist ?
      Sobald ich die Räder ein Bißchen schmaler oder breite mache, ist das Maß "Spurbreite" schon hinüber.

      Roland

      Ich zeichne mir grundsätzlich alle Teile, bevor ich baue. So habe ich schon vorher ein Bild, ob es funktioniert oder nicht und es passt alles auf Anhieb. Hier habe ich einfach Standardteile für inline und sidewinder gezeichnet, die dann - in den Abmessungen ans jeweilige Modell angepaßt - universell verwendbar sind. Bodenfreiheit kann ich dadurch variieren, dass ich die Achs - und Motorbohrungen höher oder tiefer setze.

      chassis.jpg
      "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Arkay ()

    • Wie schneidet Ihr die Chassis aus den Polysterolplatten? Mit Cutter oder Skalpell? Die Chassigrundplatte ist mir aus diversen Zeichnungen einigermaßen verständlich - muss halt Aussparungen für Motor, Kronrad etc. haben. Aber, wie realisiert man das bei den Achsaufnahmen? und den Aufnahmen für den Leitkiel. Achsaufnahme seitlich einfach aufgeklebt und Loch rein und in das Loch ein Kugellager? Oder wie? Gibt es hierfür hilfreiche Bebilderungen?

      Es wäre generell sehr schön (ich denke ja, dass es sicherlich kein Geheimnis ist), wenn Bebilderungen die Aussagen und Empfehlungen untermauern.
      Nur so ist es für mich als Laien erkennbar, wie bestimmte Sachen dann in echt ausschauen m Rückschlüsse zu ziehen auf das "wie umsetzen".
      Ich denke, dass ich sicherlich nicht der Einzige bin den das brennend interessiert und der es auch einmal probieren möchte. Danke
      Gruß, Dirk [tschuess]
      Aufbau Taucherwaldring (Taucherwaldring) / Oberlandring (Oberlandring) / Umbau und Eigenbauten (DK167 - Umbauten und Eigenbauten)
    • Es kommt immer darauf an, was das Chassis aushalten soll.

      Achshalterungen sind weder seitlich noch obendrauf auf Stoß geklebt sinnvoll. Was soll eine Klebestelle von 1 oder 1,5 mm Breite aushalten.
      Man muss die Klebestellen auf jeden Fall verstärken, denn sie müssen bei einem seitlichen Crash die meiste Kraft auffangen und weitergeben.
      Hier an einem Polystyrol - Chassis hinten




      Und hier an meinem altbekannten Camaro - Chassis vorn und hinten.



      Das weiße Chassis von Olli - wenn es so bleiben soll - würde mich nicht befriedigen, weil die beiden Seitenteile vorn und hinten frei schwingen und sich im Extremfall dadurch die Achse darin verkanten kann.
      Aber das hat er ja bei den späteren Chassis geändert.
      Eine der absoluten Hauptprämissen von Chassis ist die Steifigkeit, maximal mit gesteuerter Torsion.

      Polystyrol schneiden geht zumindest bei Geraden am besten mit Stahllineal und Rückseite einer scharfen Hobbyklinge. Mehrmals entlang ziehen, so dass ich ein Span abhebt, und die Kerbe etwa halb so tief wie das Material ist. Dann kann man das Polystyrol sehr sauber und präzise abknicken. Andere Formen und Rundungen schneide ich mit der Minibohrmaschine und einem dünnen Metallsägeblatt grob heraus und erledige den Rest mit Fräsern und Feilen.


      Die Geschenkekarten der Amerikaner sind aus Polystyrol. Also nichts Außergewöhnliches. Sind es unsere auch ? Schon getestet ?

      Roland
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      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Arkay ()

    • ich habe mal den kompletten Aufbau eines Autos bebildert, leider kann ich nur mehr den englischen Beitrag finden:

      slotcarillustrated.com/portal/forums/showthread.php?t=34590

      Achslöcher bohren: die Spitze des Skalpells solange drehen, bis der Durchmesser einigermaßen paßt und mit dem passenden Bohrer Löcher auf Maß bohren.
      Conrad hat Bohrer gestuft mit 0.1mm von 1.2 bis 2.5mm, Carsten einen 2.38mm Bohrer.
      Im Polystyrol brauchts eigentlich keine extra Lager.

      Ich schneide das PS mit einem Stahllineal und frischer Cutterklinge / Skalpellklinge. Oder mit der Laubsäge.
      Auf Maß feilen muß ich meistens sowieso.

      Die Kreditkarten von Dan sind nicht schlecht, aber für meinen Geschmack deutlich zu flexibel. Hatte eines davon unter einem Porsche beim ProNoMag. Mit ein paar zusätzlichen Verstrebungen wahrscheinlich recht gut.
    • Danke an die bisherigen Fragenbeantworter. Würde mich freuen, wenn sich auch noch andere (wird ja auch von anderen Forenmitgliedern immer von Chassis-Eigenbau gesprochen) an dem Thread beteiligen und diesen mit Bildmaterial füttern. Ich denke, dass dieser Thread sicherlich nicht nur für mich sehr interessant ist. Danke für die rege Teilnahme.
      Gruß, Dirk [tschuess]
      Aufbau Taucherwaldring (Taucherwaldring) / Oberlandring (Oberlandring) / Umbau und Eigenbauten (DK167 - Umbauten und Eigenbauten)
    • Hallo Dirk ,

      anbei mal ein Chassis von mir - wenn du mal in den Beitrag " Meine Neuen " rein schaust - da hat Boro sein Chassis glaub ich ganz gut sichtbar eingestellt . Im Prinzip das gleiche wie hier zu sehen :D

      123er-Chassis.jpg

      Gruß
      Ingo
      Dateien
      Gruß
      Ingo

      Ja , ich spiele noch mit kleinen Autos :werde:
    • Ich habe natürlich die Profile nach meinen Erfordernissen gekauft.
      Und diese Erfordernisse sind lediglich die Motoren.
      Ich verwende fast ausschließlich N - 20 - Motoren.
      Für reine Rennmodelle ( die nur entstehen weil es mir Spaß macht, Technik auszureizen und weil ich sie bauen kann ) verwende ich entsprechend überarbeitete Motoren der GO! - Größe. Nutzen kann ich sie nur zu Hause, da in den nächsten Jahrzehnten in 1/43 garantiert kein wirklich offenes echtes RENNEN stattfinden wird. Proxies sind keine Rennen.

      Das größte U- Profil läßt den Einbau eines N-20 als sidewinder direkt IN das Profil zu. Damit ergibt sich Hinterachs - und Motorhalterung als Einheit in der Profil - Seitenwand.
      Dazu schneide ich mir ein Stück der nächsten Größe zurecht, dieses beinhaltet Vorderachshalter und Leitkielhalter. Beides muß ich natürlich nach meinen Wünschen aus dem Profilstück heraus arbeiten.
      Und schon habe ich ein zweiteiliges, in der Länge ( Radstand ) variables Chassis.
      Will ich die Leitkielhalterung auch noch verschiebbar machen, dann arbeite ich sie aus einem Extrastreifen aus und schraube diesen mittels Längsschlitzen aufs Chassis.
      Die Chassisbreite und - kontur kann ich anpassen,  indem ich an den Seiten des Basischassis L - Profile aus Alu oder Messing anschraube.

      Ein GO-/ Artin - oder sonstiges Plastik - Fertigchassis umschnitzen geht natürlich viel leichter und schneller.

      Roland
      "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.
    • Obwohl ich meine "Karriere" als aktiver slotRACER nach Jahrzehnten beendet habe ( mit Freude ) und nun Modellbauer und Slotcarfahrer bin, sind die eingebrannten Abläufe immer noch vorhanden. Ein slotcar ohne präzise Lager verursacht mir Gänsehaut....Ich beschäftige mich zwar - ausgehend von der Definition auf Grund der Größe und des ursprünglichen Verwendungszweckes - mit Spielzeug, aber das trifft den Kern schon lange nicht mehr. Sogar viele Erwachsene kommen mit der im Scratchbau steckenden Technik nicht zurecht. Spielzeug ?


      Gruß

      Roland
      "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.
    • pfuetze schrieb:

      ich habe mal den kompletten Aufbau eines Autos bebildert, leider kann ich nur mehr den englischen Beitrag finden:

      slotcarillustrated.com/portal/forums/showthread.php?t=34590

      Achslöcher bohren: die Spitze des Skalpells solange drehen, bis der Durchmesser einigermaßen paßt und mit dem passenden Bohrer Löcher auf Maß bohren.
      Conrad hat Bohrer gestuft mit 0.1mm von 1.2 bis 2.5mm, Carsten einen 2.38mm Bohrer.
      Im Polystyrol brauchts eigentlich keine extra Lager.

      Ich schneide das PS mit einem Stahllineal und frischer Cutterklinge / Skalpellklinge. Oder mit der Laubsäge.
      Auf Maß feilen muß ich meistens sowieso.

      Die Kreditkarten von Dan sind nicht schlecht, aber für meinen Geschmack deutlich zu flexibel. Hatte eines davon unter einem Porsche beim ProNoMag. Mit ein paar zusätzlichen Verstrebungen wahrscheinlich recht gut.
      Hallo Peter, mein Englisch ist zwar nicht das Beste, aber ich habe Deinen Thread einigermaßen gut verstanden. Die Bilder sind sehr aufschlußreich.
      Kannst Du mir bitte noch sagen was Du für die Achsen als Distanz verwendet hast? Damit diese nicht hin und her rutschen. Erkennt man nicht so richtig. Danke
      Gruß, Dirk [tschuess]
      Aufbau Taucherwaldring (Taucherwaldring) / Oberlandring (Oberlandring) / Umbau und Eigenbauten (DK167 - Umbauten und Eigenbauten)
    • Außen drauf auf den Seitenteilen des Chassis habe ich Stücke von PS-Rohr (ca. 4.2x3mm) verwendet. Also ein Stück Rohr abgeschnitten, mittig über die Löcher geklebt und dann links/rechts aufs gleiche Maß gefeilt.

      Oder hast Du was anderes gemeint?
    • Du kannst das natürlich auch noch doppelt moppeln und dem Kronrad innen eine PS-Hülse verpassen, dann ist das Kronrad zentriert.
      Dann noch dazu außen dran Hülsen und über die Felgen nochmals zentrieren. Gürtel & Hosenträger ;)
    • Du brauchst vor Allem auch einen wirklich gut lösenden Kleber, der nicht klebt, sondern "verschweißt".
      Und dann eben mindestens 24 h Geduld, denn aufgelöstes Polystyrol braucht seine Zeit, bis sich die Lösungsmittel daraus verflüchtigt haben und alles hart ist. Hier hilft Geduld wirklich.
      Der Revell - Plastikkleber ist gut.
      Ein alter Testtrick, um sich ein Bild davon zu machen wie das Zeug wirkt :
      Einen Tropfen auf ein Stück Polystyrol, leicht breit schmieren, kurz wirken lassen, Fingerkuppe reindrücken. Wenn Du den Finger abhebst, sollten sich Fäden von der Plaste ziehen.
      Dann ist es
      - definitv Polystyrol
      - genug angelöst für eine gute Klebung

      Roland

      n.b: Wenn Du das Material mit der Methode Lineal + scharfe Klingenspitze anritzt und dann abknickst oder auch durchritzt, musst Du die Schnittstellen sinnvollerweise nochmal über ein Brettchen mit Sandpapier ziehen, da sie mit Sicherheit nicht flach sind wie beim Durchsägen, sondern leicht schräg. Und das ergibt natürlich keine optimal feste Klebestelle. ( Die sowieso schon nur 1,5 mm breit ist...)
      "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.
    • Danke Roland für die Ausführungen. Ich werde es beherzigen und insbesondere das "ruhen lassen " und "trocknen" beherzigen. Hier bin ich sehr sehr schnell ungeduldig und das riskiert dann wahrscheinlich ein gutes Ergebnis.
      Du empfiehlst für Polysterolverklebungen also den Revell Plastikkleber? Gibt es sonst noch alternative sehr gute Kleber, welche dafür definitiv funktionieren? Ich will natürlich nicht erst den falschen Kleber verwenden. Danke
      Gruß, Dirk [tschuess]
      Aufbau Taucherwaldring (Taucherwaldring) / Oberlandring (Oberlandring) / Umbau und Eigenbauten (DK167 - Umbauten und Eigenbauten)
    • DK167 schrieb:

      Du empfiehlst für Polysterolverklebungen also den Revell Plastikkleber? Gibt es sonst noch alternative sehr gute Kleber, welche dafür definitiv funktionieren? Ich will natürlich nicht erst den falschen Kleber verwenden. Danke
      Grundsätzlich klebt Vieles zusammen. Das ist auch Gewohnheits - oder Erfahrungssache. Ich verwende seit 45 Jahren das Gleiche und hatte noch nie Probleme mit der Haltbarkeit. Auch nicht bei 32er RENNmodellen, die wirklich belastet werden.
      Und dazu gehören nun mal Revell und Faller. Auch ziehe ich flüssigen Kleber vor, da dieser durch die Kapillarwirkung auch überall da hinkommt, wo Tubenpampe nicht hinkommt.
      Der Tubenkleber von Modulor ist ein Universalkleber. Ich bin immer mißtrauisch und ziehe Sachen vor, die speziell füreinander gemacht sind. Aber das ist subjektiv und ich weiß, daß man Vorträge über Lösungsmittel und ihre Anwendbarkeit halten könnte...
      Ein sehr guter Polystyrolkleber ist auch Faller Super Expert.

      haertle.de/Modelleisenbahn/Spu…2d4a5305752126f1.12026875

      Aber letztlich geht Vieles, auch Sekundenkleber hält zusammen.
      Es gäbe natürlich auch noch diverse Flüssigkeiten, die man verwenden kann.
      Aber das hatten wir schon mal hier im Forum, und das schreibe ich nicht öffentlich.

      Da Du selbst auch "Geduld" ansprichst - es gibt noch einen Trick, Klebestellen bei Polystyrol und anderen löslichen Plastikwerkstoffen noch fester und sicherer zu machen.
      Man verklebt die beiden Teile, läßt sie ein paar Minuten liegen ( 5 ), zieht dann die Klebestelle noch einmal auseinander, bringt noch einmal frischen ( flüssigen, mit Pampe geht es nicht ! ) Kleber auf und läßt es dann aushärten.
      Beim Auseinanderziehen wird die aufgeweichte Oberfläche geöffnet und es kann dann nochmal Kleber eindringen und das Ganze noch besser "verschweißen".
      Mir ist noch nie eine derartige Naht gebrochen. Aber ein paar mm davon weg die Plaste schon...
      Sollte es wirklich extrem belastete Klebestellen geben, so verstärkt man die einfach, indem man daneben einen Streifen 2x2 mm oder so Polystyrol mit anklebt.

      Allerdings reden wir hier von 1/43 und Spielerei, keinem harten Einsatz. Da relativiert sich das alles sowieso.

      Genug gelabert.

      Roland

      Roland
      "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
      Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Arkay ()

    • Ich nehme eigentlich auch den Revell-Kleber.
      Bei Heller-Bausätzen war auch einmal Kleber in einer Tube dabei, der hat noch besser funktioniert als der Revell-Kleber, aber ich wüßte nicht, wo ich den herbekommen würde.
      Uhu Plast Spezial - für Polystyrol hat vor vielen Jahren auch gut funktioniert, habe ich aber schon länger nicht mehr getestet.