Geschwindigkeit- wie schnell ist es in real?

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  • Geschwindigkeit- wie schnell ist es in real?

    Hallo zusammen,

    da diese Frage immer wieder mal auftaucht und sogar Carrera selbst damit wirbt, wollen wir die Frage um die "reale" Geschwindigkeit mal entzaubern!

    Ausgangspunkt:
    Wir haben eine Bahn mit 20m Strecke und ein Auto. Dazu einen elek. Rundenzähler, der uns die Bestzeit anzeigt. Diese liegt bei 8 Sekunden.

    Ok, die Bahn hat 20m Streckenlänge, das macht im Maßstab 1:43 860m per Runde. Meter mal Maßstab = reale Streckenlänge. Passt!
    Im Maßstab gefahren in 8 Sekunden. Also 20m geteilt durch 8 Sekunden = 2,5m/s. Das nun in km/h ergibt 9km/h. Also 2,5 mal 3600 geteilt durch 1000 = km/h.

    Wir sind also im Modell 9km/h schnell. Passt! Auf den Maßstab 1:43 übertragen ergibt das 387km/h. Hmm, bisken arg schnell, nicht?

    Das liegt daran, dass die Geschwindigkeit kein Längenmaßstab alá 1:43 ist. So einfach umrechnen kann man das also nicht. Aber wie dann? Im Grunde kann man sagen, dass ein geometrisches Maß proportional im Verhältnis zur "Leistung" eines Modells steht. Da wir es hier nun mit einem Maßstab zu tun haben, müssen wir das Gegenteil tun, statt zu potenzieren ist hier die Wurzel zu ziehen. Bei 1:43 ist die Wurzel gerundet 6,56.
    Das ist die s.g. Froude-Zahl, die in der Strömungslehre und damit auch in der Aerodynamik ein Ähnlichkeitsprinzip beschreibt.

    Wie schnell sind denn nun 9km/h im Modell in der Realität?
    Dazu rechnen wir die 9km/h multipliziert mit der Frouge-Zahl des Maßstabs 1:43. Also 9*6,56. Real würde unsere Durchschnittsgeschwindigkeit also rechnerisch 59km/h betragen. Passt!

    Also:
    Geometrische Größen können einfach per Maßstab umgerechnet werden.
    Die Geschwindigkeit ist keine geometrische Größe sondern ein Resultat aus Strecke geteilt durch Zeit. Damit ist das so errechnete Ergebnis ähnlich der Realität und erlaubt eine gewisse Aussagefähigkeit bezüglich der Durchschnittsgeschwindigkeit.

    Nochmal die Formel:
    20m / 8s = 2,5.
    2,5 * 3600 / 1000 = km/h.
    9km/h * 6,56 = 59km/h.

    Statt 387km/h ist das Auto durchschnittlich also nur 59km/h schnell. Nix womit man werben kann, dafür aber realistisch! Die Wurzel aus dem Maßstab machts möglich.

    Interessant wäre hier auch, wer z.b. den Nürburgring nachgebaut und die Bestzeiten in real mit dem eigenen Ergebnis mal vergleicht. ;)
    Fuhrpark & Strecken in meiner Galerie. :crazy:
  • Hmmm, die Froude-Zahl und das von Dir angegebene Wurzel-2-Verhältnis ist auf Körper in Flüssigkeiten anwendbar. Ansonsten sind die Potenzen bei der Maßstabsübertragung eher empirischer Natur (TU Dortmund, Vorlesung Mech. Verfahrenstechnik). Aber: netter Erklärungsversuch, nicht völlig falsch, aber auch nicht völlig korrekt (IMHO).
    B.

    Im Übrigen hätte dann bei Deiner Erklärung der Modell-Porsche beim neulichen TV-Test (nachgebauter A1-Ring) gar nicht gewinnen können - hat er aber...
    Signatur? Was'n das?

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  • Ich hab meine Chefin mal gefragt, übrigens war/ist sie Dipl. Ing. für Angewandte Strömungstechnik und sie beschäftigt sich mal damit


    Wir drei beiden sind schon einer…
    De gustibus non est disputandum.
  • Hier wird nur stur die Geschwindigkeit linear mit dem Maßstab hochgerechnet. Das kann man aber auch simpel mit 'nem Taschenrechner...

    Und so halte ich es auch für richtig, denn das mit der Strömungstechnik (Wurzel 2, Froude-Zahl) gelangt m.E. nur für Körper in Flüssigkeiten (Schiffsmodelle z.B.) oder auch bei Modellflugzeugen zur Anwendung - dort ist es für mich auch noch ungefähr nachvollziehbar :thinking:

    Meine Renner sind jedenfalls mit 350 km/h "Durchschnitts-scalespeed" unterwegs, die 1:32-er mit ca. 250 km/h :spiteful: - das ist gefühlt auch in Ordnung - Luftwiderstände, Verwirbelungen etc. sind bei Fahrzeugen auf einer Autorennbahn wohl zu vernachlässigen.

    Jedenfalls ist mir noch kein Auto abgeflogen, weil jemand zu schnell die Tür aufgemacht hat - bei einem Mini-Heli schaut´s da schon etwas anders aus ;)

    Vergleich mit 1:1 ist eigentlich nicht möglich, da die Beschleunigungswerte und Kurvengeschwindigkeiten unserer Slotcars in echt nie erreichbar wären, erst recht nicht mit Magnetbestückung ...
    Bahnvorstellung ... 143-Movie (TopGun) ... 143-Movie (Musikvariante, ohne Ländersperre)
  • Ich fahre mein Auto aus der Garage auf die Straße.
    Das ist eine Gerdade.
    Dort lege ich in x Sekunden y Meter zurück. Das ergibt z Meter/sek.
    Das rechne ich in kmh um.
    Das teile ich durch 43.
    So erhalte ich z in 1/43.


    Umgekehrt genau das Gleiche.
    Meine Slotcars fahren auch nicht im Wasser, haben keine die Geschwindigkeit durch ihre Anströmung beeinflussenden Laminarprofile etc.

    Worum geht es uns denn? Um ein Referenzmaß, nicht mehr.

    Allein wenn man das Gewicht mit einbeziehen wollte - was ja für Beschleungungskräfte unumgänglich ist - dann käme man auf lustige Sachen.

    Ein 43er wiegt 60 Gramm ( Annahme ).
    Also wiegt das 1:1 - Auto 2580 Gramm...Den will ich haben. :D

    Oder: Ein 1:1 - Auto wiegt 2150 kg, also 2 150 000 Gramm. In 1/43 - 50 Kg... Na, wer baut das erste wirklich in Allem maßstäbliche 43er ??? :lol:
    "Ich bin allweil hier !" schrie der Igel, kurz bevor er vom Truck überrollt wurde.
    Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.
  • Was sagen uns dies Ausführungen:
    Der 1:43 Maßstab ist ein Längenmaßstab und nicht mehr.
    Du kannst nicht vergleichen mit Gewicht und schon gar nicht Geschwindigkeit.

    Genau so verhält es sich mit dem 1:32 bzw auch 1:24 Maßstab.

    Auch unsere Eisenbahnfreunde mit dem 1:87 Maßstab halten es nicht anders.


    Außerdem ist Ring nachbauen nicht sinnvoll, denn dem Slot willst du einen Spurausgleich erreichen und nicht 30% Unterschied.
    Ausgenommen nur, wenn du auf der Bahn wirklich Ideallinie fahren kannst.
    Des weiteren brauchst du im maßstäblichen Nachbau viel viel Platz.
    Gruß Georg

    17,0 m Go, Dualbetrieb nach Slotbär
    Zeitnehmung: Cockpit XP (Analog und Digital)
    Meine Bahn
  • Moin,

    die Crux beim ganzen ist erstens-
    das der Maßstab sich nur auf Längen bzw. geometrische Größen bezieht. Gewicht, Geschwindigkeit, Beschleunigung usw. sind so nicht zu verrechnen.
    Zweitens, haben wir es hier weder mit Flüssigkeiten zu tun und auch der Luftwiderstand dürfte hier zu vernachlässigen sein.

    Der Maßstab selbst hat natürlich trotzdem eine entscheidende Bedeutung, wenn es sich darum geht, die ermittelte Modellgeschwindigkeit in eine annähernde "Real-Geschwindigkeit" umzurechnen. Das darf natürlich nicht linear erfolgen, denn genau dabei kommen ja die aberwitzigen zig-hundert-km/h her. Das kann natürlich nicht passen.

    Mein Fehler war, in einer sehr vereinfachten Rechnung, die Wurzel aus Maßstab als die Froude-Zahl anzugeben, die aber erst noch anhand anderer Größen ermittelt werden müsste, deren Größen es bei der Carrera so aber nicht gibt. Ich benannte sie kurzerhand so, als dass ich Bezug darauf nahm. Warum?

    Weil die Wurzel aus dem Maßstab eine umgekehrte Proportion hin zu 1:1 ist. Also kann ich nicht anders als den Maßstab zum Bezug zu nehmen, nur kann/darf ich keine anderen Größen berücksichtigen. Teils weil sie nicht ermittelbar oder einfach mal zu vernachlässigen sind. Abgesehen davon möchte man ja auch keine Doktorarbeit draus machen, sonder lediglich mal kurz einen Annäherungswert ähnlich 1:1 erhalten. Dass das wissenschaftlich nicht korrekt ist, darüber sind wir uns wohl einig. Top-Speeds von >700km/h aber auch nicht ;)

    So oder so ergibt die Rechnung einen Durchschnittswert. Viele Schikanen mit Low-Speed gewichten dann mehr wie zwei Geraden zum High-Speed. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist dann nun mal eher gering, auch wenn ich hier und da mal Gas geben konnte. Kennt jeder vom täglichen Weg zur Arbeit.

    Wenn ich mal bei meinem Beispiel bleibe, dann zeigt der Kurs (siehe Bild) eine Schikane nach der anderen. Es ist daher völlig logisch dass ich nur eine niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit haben kann. Demzufolge stehen hier 59 km/h (Wurzel aus 1:43) und 344 km/h (8*43) gegenüber. Wenn mir jetzt jemand sagt, dass das in die Realität übertragen wahrscheinlich ist, lasse ich mich auf 1:43 schrumpfen und fahr die Strecke hier mal selber ab. ;)

    Bei dieser Überlegung gibt es noch einen anderen Aspekt zu beachten.
    Ihr alle kennt Modellbauvideos, besonders anschaulich sind hier RC-Schiffe, die in real 100m lang und träge, im Modell aber wieselflink durch die Wellen rollen. Den Maßstab linear hochgerechnet sind die schneller wie das Original. Wenn man das Video um einen Faktor X langsamer laufen lässt, erscheint es einem fast wie real. Aber was ist Faktor X? Kurz und knapp- Wurzel aus Maßstab, hier 6,56. Man müsste ein Carrera-Video im Maßstab 1:43, 6,56 mal langsamer abspielen und dann würde es einem real erscheinen. Wenn die in Hollywood Modelle filmen, arbeiten die im Grunde auch so.

    Und diese einfache Formel gilt für jeden Maßstab, wenn es sich darum geht, die Modellgeschwindigkeit annähernd real darzustellen. Und da wir weder Schiffe bauen oder RC-Flieger, sondern einfach nur mal kurz umrechnen möchten, wie schnell es denn wohl in 1:1 wäre, reicht (mir) das als Annäherung. Und weil gerade beim Thema Geschwindigkeit diese Frage immer wieder mal auftaucht, eine Multiplikation aber in die Irre führt, hab ich die schlichte Wurzel schon als Froude-Zahl ausgegeben. Mein Fehler. Richtig ist, dass die Wurzel aus Maßstab lediglich selbst eine Annäherung an das Ähnlichkeitsgesetz von Froude ist, ohne Berücksichtigung anderer Größen. Sollte ja auch keine Wissenschaft werden sondern lediglich ein Tip, wie man ganz einfach mal eben auf einen annähernd realen Wert kommt. Aus Spaß anne Freud. :)


    Wie gesagt, mit dieser Formel hab ich es mir verdammt einfach gemacht und ich finde, dass das für diesen Zweck auch völlig reicht. Es kann aber auch sein, dass ich völlig falsch damit liege und diese einfach Formel ein mal mehr in Irre führt. Das wollte ich damit ganz sicher nicht beabsichtigen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren, allein schon aus Interesse. Wäre also dann auch gut, wenn man dann beim Prinzip bliebe und nicht noch Erdbeschleunigung des Wohnorts, Luftdruck in Bahnhöhe, cw-Wert des Autos, F1 oder DTM und sonstiges mit einbezöge. Es käme ohnehin nur ein Annäherungswert aufgrund Ähnlichkeit heraus. Da aber bitte so einfach und allgemeinverständlich wie möglich aber so richtig, dass es nicht ganz falsch ist. :)

    Ich geb mal ne Runde, ich fahr heut' nicht mehr. *prost
    :beer:
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  • Zur Verhältnismäßigkeit Gewicht zu Maßstab und Längenmaß :

    Ein Wing Car in 1/ 24 beschleunigt bei einem Gewicht unter 50 Gramm von Null auf Hundert in unter einer halben Sekunde und noch schneller.....

    Wenn ich das jetzt mit 24 umrechnen würde, dann wären das zwölf Sekunden. Völliger Blödsinn. Ob 1/24 oder 1:1, von Null auf hundert bleibt von Null auf Hundert.

    Wie ich schon sagte - ein Referenzmaß, um sich irgendetwas vorstellen oder den unbedarften Nachbarn beim Grillfest beeindrucken zu können, nicht mehr. :beer:

    Roland
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  • Du sagst es doch selbst : eine Höchst, oder /und eine Durchschnittsgeschwindigkeit. Und zwar genau so einseitig und linear wie wir es hier gerade bequatschen. Fürs Grillfest. WENN sie sowas tun. Nette Spielerei. Berechne es doch mal selbst und Du wirst merken, was die Software tut.

    Zur Zeitmessung messen sie die Zeit pro Runde. Genannt Stoppuhr....
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    Merke: Es ist nicht immer gut, um jeden Preis der Erste sein zu wollen.
  • modellbau-wiki.de/wiki/Problem…Fst%C3%A4ben_und_Ursachen

    Man muss, wenn überhaupt in Potenzen rechnen, die Umkehr ist halt die Wurzel.

    Wenn Carrera also mit linearen 700km/h wirbt und man sich so ausrechnen kann, dass der F1 nun doch nur an die 220 im Durchschnitt bringt, dann stimmt die Rechnung. Da muss man aber auch schon einen verdammt schnellen Kurs haben. Oder eben einen sehr langsamen. Real wie im Modell.

    Allein die Wurzel bringts, alles andere, sogar die Masse kann man hier vernachlässigen, machen sie nur Nachkommastellen aus. Es geht sich nur darum, dass man eine Vorstellung davon bekommt, wie schnell ein Slotcar unter gegebenen Bedingungen, annähernd in real wäre.

    Sämtliche mit einzubeziehende Faktoren würden am Prinzip der Formel nichts ändern, nur am Ergebnis und selbst das wäre nur errechnet. Das Prinzip der Formel allein bestimmt ein Ergebnis und das entspricht einem realen Annäherungswert. Das Prinzip lautet exponential, also muss die Wurzel gezogen werden. Und für die ganz einfache Umrechnung reicht das auch.

    Ich lass das jetzt hier mal so stehen und warte auf Widerlegung. Mit Scale-Speed und Grillfest ist ja kein Weiterkommen aber das kann sich ja jeder selbst ausrechnen. ;)
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  • Denk ich hier verkehrt ?

    Wenn ein Auto auf der Nordschleife 8min braucht müsste ein 1:43er slotcar auf einer 1:43er Nordschleife doch auch 8min benötigen. Dadurch das die Strecke den selben Massstab hat relativiert sich das ja und die relativ zurückzulegende Strecke ist ja gleich.

    Eine 8min Slotbahn wäre jedenfalls mal ne Wucht :D
  • Jap!

    Du überträgst den Maßstab 1:1, also linear und genau das funzt nicht. Das ist ja des Thema hier.

    Wenn du also die Nordschleife im Maßstab 1:43 nachgebaut hast (Wer die Ideallinie findet, darf sie behalten), dann musst du rechnen:
    8min / 6,56 (Wurzel aus 1:43), dann erhältst du eine Zeit von 1,22 Min. Wäre es anders, müsstest du ja die Nordschleife 1:1 nachbauen und dann würde dein Slotter das aber nicht mitmachen. Der kann keine 1:1. Nur 1:43. Also rechntet man in der Potenz bzw. zieht die Wurzel. Für die Annäherung reicht das.

    Dafür müsste ich an die 163m Bahn verbauen. Aber ich müsste dabei auch alle vorhandenen Teile potenzieren und die würden natürlich nicht der Nordschleife entsprechen. Nur wenn, dann führe ich die in 73sek durch. Teurer Spaß ;) *scherz

    Das ist dann immer noch eine verdammt lange GO-Bahn und das ist nur die Schleife... :D
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  • Alsoooo…bevor ich es vergesse. Meine Chefin hat sich mal hingesetzt und versucht das auszuklamüsern. Sie gibt zu nicht weit gekommen zu sein aber sie meinte das die Froude'sche Zahl nicht die richtige sei. Es gäbe aber wohl Rechenansätze für derartiges, man müsse aber bei Gasen schauen. Sie hört sich bei ihren alten "Strömis" noch mal um sagte sie


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  • Ich weis ja nicht ... der Nürburgring hat in Maximallänge ca. 26km. Beim Massstab 1:43 ergibt das 26000m/43 = ca. 600m Bahnlänge


    Wenn man ähnliche Zeiten fahren will wie im Original muss man ergo grob 10min (souveräne Standardwagen keine Formelautos) für die Runde brauchen ...
    10min = 600sec ergibt -> 600m/600sec = 1m/s = 3,6km/h

    so würde ich die realistische Geschwindigkeit eines Autos im Masstab eruieren.

    3,6km/h mal 43 ergäbe ca 150er Schnitt in real auf der Strecke ...


    Umkehrschluss:
    150km/h * 10min
    150km/h *0,1667h = ca. 25km

    kommt doch irgendwie hin ?
    ODer lieg ich komplett daneben :huh:
  • @Sigi

    mit meiner Rechnung hab ich das hier raus:

    Strecke m 1:1 26000,00
    Zeit s 1:1 600,00
    m/s 1:1 43,33
    km/h 1:1 156,00
    Wurzel/43 6,56 12,49
    X2/43 156,00

    Strecke m 1:43 604,65
    Zeit s 1:43 174,28
    m/s 1:43 3,47
    km/h 1:43 12,49

    Interessanterweise komme ich ebenso in der Gegenrechnung auf die 156km/h. Die anderen Werte weichen aber logischerweise von deiner Rechnung ab. Denn du hast km/h mit dem Maßstab multipliziert, dabei gilt dieses ausschließlich für geometrische Maße, niemals für andere Größen wie Zeit. Sonst müsste ein Carrera 43 mal langsamer sein als das Original usw. Die Zeit hat keinen Maßstab 1:43. Daher auch nicht m/s. Ist wieder Meter pro Zeit. Die Carrera-Uhr geht ja nach wie vor ebenso 1:1 und geht nicht um den Faktor 1:43 langsamer. Das wäre eine Zeitmaschine.
    Daher geht es nur per Wurzel bzw. in der Potenz, da die Größen exponentiell ansteigen/abfallen. Es ist ein Längenmaßstab, kein Zeit-Maßstab!
    Das ist auch der Grund, warum man ein Carrera-Video um den Faktor 6,56 langsamer abspielen lassen sollte um einen annähernd realistischen Eindruck zu bekommen.

    Ok, einfaches multiplizieren kann ja jeder. Wurzel ziehen und potenzieren aber auch. Und das Länge etwas anderes ist als Zeit und die Größe m/s eben eine Größe aus ZWEI verschiedenen Einheiten ist, ist auch klar. Und damit eben auch, dass Zeit kein Längenmaßstab ist. Carrera hat nur die Autos geschrumpft, nicht die Zeit.


    Edit: Hatte hier eine Excel-Tabelle reinkopiert und war überrascht, dass der Editor das kann. Nach dem absenden hat er aber das Layout zerschossen. Ich hoffe man erkennen, was ich wie gerechnet habe...

    Edit2 meint noch:
    @Siggi, bitte nicht falsch verstehen, wir fachsimpeln ja nur. Also alles oki :)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Avenger ()

  • Hab mir den N24-Beitrag eben angesehen. Wie war das noch? Der Carrera schafft umgerechnet über 700km/h... Umgerechnet. Ja, per Maßstab. Der fliegt nicht nur um die Strecke, sondern auch durch die Zeit! Ein bisken schneller noch und er kommt an, bevor er losgefahren ist...

    Scherz beiseite. Der Maßstab beträgt 1:43. Würde man sie um den Faktor 6,56 größer bauen, käme das in der Realität annähernd hin. Damit wäre der reale Porsche der Sieger und Carrera ziemlich abgeschlagen. Warum diese Ungleichheit dann, wenn es doch "annähernd" sein soll? Der reale Porsche ist eben 1:1 für die Straße gebaut und der Carrera eben 1:43 für den Slot. Und hier summieren sich die zusätzlichen Faktoren und zwar wieder nicht linear, sondern in der Potenz. Aus diesem Grund gewinnt der Carrera haushoch vor dem realen Porsche, da hier die Strecke 1:1 nachgestellt wurde, ohne den Potenzfaktor und weitere zu berücksichtigen. Allein das wäre schon eine weitere N24-Doku wert, würde aber kaum Quoten bringen...

    Egal- ich will Spaß, ich geb Gas! :D
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  • Ich verstehe nichts falsch keine Bange :D


    Ich sah die Zeit schlichtweg als Konstant an !


    Es ist egal ob das Auto im Kreis fährt oder geradeaus - nehmen wir das Beispiel Viertelmeile. Vereinfacht mit der Strecke auf ~400m und ein Durchschnittsauto mit 4m Länge.

    Fährt ein Auto die Viertelmeile in 15sec so legt es das hundertfache seiner Länge in 15sec zurück. Unabhängig von der Größe des Gefährtes rechnete ich, dass ein 1:43er das hundertfache seiner Länge auch in 15sec zurücklegen muss um den selben "Speed" zu haben.

    Ist ein 1:43er 10cm lang müsste es rechnerisch 10m in 15sec aus dem Stand fahren um ein gleichwertiges Bild zu ergeben bei Betrachtungsweise.
    Ich versuche das ganze einfach schlicht und unkomplex zu betrachten. Was nützt es einem im Wohnzimmer mit Gaskonstanten zu rechnen und Luftwiderstände und Gewichte zu kalkulieren ...
  • Sigi_83 schrieb:

    Was nützt es einem im Wohnzimmer mit Gaskonstanten zu rechnen

    Naja, also bei manchem Forumsmitglied sind die schon extrem zu berücksichtigen, wenn ich da an so manche Treffen denke! :ill: ;)
    Gruß
    Sven

    ______________________________________________________________
    "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein
  • @Sigi

    Sigi_83 schrieb:

    Was nützt es einem im Wohnzimmer mit Gaskonstanten zu rechnen und Luftwiderstände und Gewichte zu kalkulieren ...
    Ja, eben. Das Froude-Gesetz bezieht sich zwar auf Flüssigkeiten und in Abwandlung auch auf Aerodynamik, welche hier zu vernachlässigen sind. Aber es geht sich ums Prinzip! Dass man eben nicht linear/konstant rechnen kann und darf, es ist exponentiell zu rechnen. Also mit der Wurzel oder zum Quadrat. Die Zeit ist eine Konstante, logisch, allein deshalb darf ich die gar nicht mit dem Maßstab multiplizieren. Nur geometrische Größen wie die Länge. Und sobald der Faktor Zeit ins Spiel kommt, kann ich nicht mehr linear rechnen sondern exponentiell. Das ist das Prinzip.

    Sigi_83 schrieb:

    Fährt ein Auto die Viertelmeile in 15sec so legt es das hundertfache seiner Länge in 15sec zurück. Unabhängig von der Größe des Gefährtes rechnete ich, dass ein 1:43er das hundertfache seiner Länge auch in 15sec zurücklegen muss um den selben "Speed" zu haben.
    Das ist imho der Denkfehler. Weil du schlussendlich wieder einen Längenmaßstab zugrunde gelegt hast. Die Wurzel aus 1:43 ist 6,56. Das ist der Faktor, der die beiden Maßstäbe 1:1 und 1:43 zeitlich trennt. Bitte bedenkt nochmal die Plausibilität bezüglich zweier Videos in beiden Maßstäben. Und um dahin zu kommen, dass es einem "real" vorkommt, muss man eben diesen Faktor mit einbeziehen. Sonst ist entweder das eine zu schnell oder das andere zu langsam- im Vergleich. Es geht sich ja darum, einen annähernden Vergleich anzustellen, der nicht wissenschaftlich korrekt sein muss (nicht im Ergebnis aber doch im Prinzip!) um die Frage zu beantworten: Wie schnell wäre es in real? Allein die lineare Rechnung bei der über 700km/h raus kommen zeigt schon auf, dass man hier nicht nur falsch, sondern auch nach dem falschen Prinzip, dafür aber marketingtechn. wirksam gerechnet hat.

    Wünsche allen ein schönes WE und hoch die Tassen :beer:
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