Na ja - Es gibt nun 2 mögliche Vorgehensweisen.
Möglichkeit 1: Analoge Alt-Startschiene beschaffen. Hier besteht das Risiko, daß sie defekt ist, weil es sich um Gebrauchtware handelt, die schon lange nicht mehr im Laden zu bekommen ist - Erhaltungszustand ist also Glücksspiel. Aber eigentlich sind die alten Startschienen praktisch unverwüstlich, und "defekt" werden sie in der Regel dadurch, daß durch Drauftreten und grobes Auf-und Umbauen irgendwann mal innerlich eine Lötstelle von einer Bahnstromschiene abreißt. Das läßt sich aber reparieren: Untere Abdeckung lösen und die abgerupften Kabel wieder anlöten.
Hinweis: Es gibt 2 Typen von alten Startschienen - die ganz alten mit 4 Steckplätzen, d.h. 2 Steckplätze für die Stromanschlüsse vom alten Netzteil, das eben 2 separate Stromversorgerkabel hat, und dazu 2 Steckplätze für die 2 Bahnregler. Die "neuen" alten Startschienen haben einen Stromversorgersteckplatz wegrationalisiert und deswegen nur 3 Steckanschlüsse, d.h. 1 Stromversorger-Steckplatz vom Netzteil und 2 Steckplätze für die 2 Bahnregler.
Möglichkeit 2: Die vorhandene modern-smart-defekte Startschiene auf direkt-analog umbauen. Aber dafür ist dann auch einiges Prüfen und Messen erforderlich.
In jedem Fall ist der Stromkreis eigentlich recht schlicht, siehe mein Anschlußplan analog:
Netzteil +12V Anschluß > Regler Eingang ('Regelwiderstands-Ende") +12V > Reglerausgang (" Reglerdrücker-Schleifabgriff") > Bahnstromleiter +Schiene > Autoschleifer +Pol > Automotor > Autoschleifer -Pol > Bahnstromleiter -Schiene > Netzteil -12V Anschluß. Außerdem gibt es an den Reglern noch einen dritten Kontakt, der bei nichtgedrücktem Reglerknopf die Plus-Stromschiene der Rennstrecke mit der Minus-Stromschiene kurzschließt - dies bewirkt eine elektrische Kurzschlußbremse, d.h. wenn das Auto einen hohen Geschwindigkeitsüberschuß hat, z.B. auf einer langen Gerade, und genau dann läßt man den Reglerknopf ganz los - dann wird der Automotor über diesen Kontakt kurzgeschlossen, so daß das Auto durch den eigenen Schwung im Motor einen Bremsstrom induziert (Lenzsche Regel: Ein Induktionsstrom ist immer so gerichtet, daß er der Ursache seiner Entstehung entgegenwirkt). Die Autos sind alle so verdrahtet, daß der + Anschlußschleifer / die +Stromschiene der Straße beim Blick von oben auf das Auto, Fahrtrichtung von dir weg auf der RECHTEN Seite des Slots und der - Anschlußschleifer / die -Stromschiene des Slots auf der LINKEN Seite sind. Wenn die Fahrtrichtung umgeschaltet wird, wird diese Polung auf der Straße genau vertauscht.
Das größte Problem ist bei der ganzen Sache, daß man in dem Kabelgewusel den Überblick behält. Dies vor allem auch deshalb, weil die Stromversorgung vom Netzteil nur 1* benötigt wird, aber der o.g. Stromkreis 2* identisch parallel aufgebaut werden muß - eben ein Stromkreis je Spur.
Außerdem enthält mein Analogschaltplan 2 Fahrtrichtungs-Wechselschalter, was den Schaltplan etwas umfangreicher macht, aber dafür den Komfort bietet, die Bahn in beiden Richtungen befahren zu können. Jeder dieser beiden Schalter ist ein sog. Kreuzschalter, d.h. ein doppelter Wechselschalter, der die beiden wechselnden Ausgangskontakte der gleichzeitig betätigten Wechselschalter über Kreuz verbindet: Der Strom geht über den Mittelkontakt des einen Schalters hinein; in der einen Stellung läuft der Strom "hier" hin und "da" zurück; nach dem Umschalten in die andere Stellung läuft er "da" hin und "hier" zurück; und über den Mittelkontakt des anderen Schalters geht es wieder zurück in das Netzteil - und das Ganze zweimal, eben einmal für jede Bahnspur. Diese Fahrtrichtungsschalter müssen unbedingt nach dem Regleranschluß und vor dem Bahneinspeiseanschluß angeschlossen werden. Auf diese Weise ist sogar ein Betrieb im Gegenverkehr möglich, so wie der normale Straßenverkehr abläuft. Dadurch wird es unklar, wer gerade vorne liegt... Und die mechanisch-hinreichend stabile und kontaktsichere Ausführung erfordert auch ein wenig handwerkliches Geschick.
Nachtrag: Ich sehe gerade, daß es sich um eine einspurige Bahn handelt! Dann wird die ganze Sache etwas einfacher, weil es keine konkurrierenden Regleranschlüsse gibt. Trotzdem gilt der oben unter Möglichkeit 2 beschriebene Stromlaufplan, eben in nur einfacher Ausführung.
AUSSERDEM fällt mir gerade etwas anderes auf: Es kann sein, daß der Handregler von dieser Bahn für einen Analogumbau untauglich ist, weil er möglicherweise keinen Drahtwiderstand mehr enthält wie die alten Analogregler. Diese hatten viele Lüftungsschlitze im Handgriff, um die Hitze abzuführen, die sich vor allem bei Nicht-Vollgas am Drahtwiderstand bildet. Ich kenne die neuen Regler nicht, aber ich habe gehört, daß sie möglicherweise keine "Leistung" mehr schalten, sondern nur noch ein schwaches Signal abgeben, das dann von der Elektronik in der Anschlußschiene in ein entsprechend starkes Fahrsignal umgewandelt wird. Das heißt: Wenn die Elektronik der Anschlußschiene defekt ist, geht garnichts mehr. Das sind halt die modernen Zeiten, warum einfach und robust bauen, wenns auch komplizert und leichter kaputt geht. Ich empfehle, eine alte, analoge Bahn aus dem Online-Auktionshaus billig zu erwerben - die analogen Anschlußschienen und Regler sind quasi unverwüstlich. Auch die modernen Autos funktionieren genauso mit den alten Anschlußschienen.