Posts by Gobastelbubi

    Aus der Ferne ist eine genaue Fehlerdiagnose immer schwierig... aber auf dem Foto sieht es so aus, als ob die metallene Vorderachse zumindest gelegentlich einen Kurzschluß an den Stromzuleitungen verursachen könnte - so wie auch minislot geschrieben hat; das mit dem halben Zentimeter Luft kann ich mir angesichts des Fotos kaum vorstellen. Mag sein, daß es so ist, wenn man das Auto in der Luft hält und die Achse frei nach unten auf das Fahrgestell fallen kann - aber dieser Freiraum zwischen Metallachse und Zuleitungsdrähten muß auch gegeben sein, wenn das Auto mit allen 4 Rädern auf der Bahn steht. Die Vorderachse hat in ihren Lagern ein wenig Spielraum nach oben - und sollte trotzdem diese Zuleitungsdrähte nicht berühren können.

    Vielleicht hilft es, wenn die Drähte parallel zur Vorderachse mit einem kleinen Schraubenzieher etwa 2-3mm nach oben gebogen werden. Ich besitze diesen alten Polizeiporsche selbst - für solches Hochbiegen ist da genug Platz nach oben in der Karosserie.

    Aber ich habe gerade eben 'mal aufgeschraubt: Da ist bei mir so ein kleiner Trennsteg hinter der Vorderachse. Die Drähte der Anschluß-Entstördrosseln machen einen deutlichen Wellenknick über diesen Trennsteg, und genau über der metallenen Achse machen beide Drähte einen Bogenschlenker nach unten auf die Achse zu. Es wäre durchaus möglich, daß es da zu einem Kurzschluß kommen kann; bei mir ist da höchstens 1mm Platz. Aber mein Auto macht keinen Kurzschluß.

    Weil das Blaulicht wie neu blinkt und der Motor voll dreht, sobald keine mechanische Belastung vom Motor gefordert wird, ist das Auto wohl elektrisch in Ordnung.


    Vielleicht ist mal jemand draufgetreten, die Karosserie ist möglicherweise verbogen und schleift auf einer Seite an den Rädern. Ich würde 'mal das Fahrzeug genau untersuchen, ob sich die Räder wirklich überall frei drehen lassen bzw. ob irgendwo etwas schleift.


    Das Fahrzeug läßt sich öffnen - dazu braucht man bloß einen kleinen Kreuzschlitz-Schraubenzieher: Es müßten 2 Schrauben am Unterboden sein, vorne und hinten; diese aufschrauben und dann die Karosserie behutsam abheben, weil die Stromversorgerkabel für das Blaulicht an Fahrgestell/Blinkplatine verlötet sind und die sollte man durch das Aufmachen nicht abreißen, sonst geht das Blaulicht nicht mehr und man müßte es dann wieder korrekt anlöten - dazu müßte man dann aber genau wissen, wo was abgerissen ist - schwierig für Laien.

    Reifen genau anschauen - am Abrieb läßt sich vielleicht erkennen, wo es an der Karosserie im Radkasten schleift. Dann die Karosserie wieder vorsichtig so hinbiegen, daß es nicht mehr schleift - und dann wieder zuschrauben und fahren...


    So wie der Fehler beschrieben ist, sollte das mit etwas händischem Geschick relativ leicht zu beheben sein. Viel Erfolg!

    Variante 1 hat zwar eine öffnende Kurve nach der Boxengasse, so daß man wohl gut beschleunigen kann, aber die große K2-Kehre in Variante 2 dürfte trotzdem schneller sein; und die nachfolgende Kehre dürfte mit der Geraden ohne S-Kurve auch flüssiger sein als die S-Kurve in Variante 1. Die Abkürzung durch die Boxengasse in Variante 2 ist wahrscheinlich nicht so schlimm, weil die parallele K2-Kehre außenherum schnell ist.

    Natürlich sind diese Auspuffrohre, rein maßstäblich betrachtet, seeehr groß. An meinem MadMax-Trike sind das Trinkhalme von Kakaotüten etwa für die Schulpause, die haben ungefähr 5mm Durchmesser. Auf 1:1 hochgerechnet ergibt das phongewaltige Brüllschächte von gut 21cm. Aber das wird ja sowieso ein Fahrzeug, das sich um keine technischen Abnahmevorschriften scheren muß, weil es in dieser Endzeitgesellschaft ja gar keine entsprechenden Ämter und Prüfer mehr gibt.

    Und das mit der Blechverarbeitung sehe ich kritisch. Erfahrungsgemäß werden solche Eigenkreationen eher hochbeinig, und Metall ist immer schwergewichtiger als Kunststoff, auch wenn es Aluminium ist. Und Alu ist problematisch, wenn es um's Kleben geht. Da muß man gut aufrauhen, gründlich entfetten und braucht möglichst großflächige Klebestellen, damit es wirklich hält. Mechanisch sicherer ist es, dünne Löcher zu bohren und solche Teile mit dünnem Kupferdraht an der Karosserie zusätzlich festzubinden/verdrillen - sonst ist das dekorative Anbauteil spätestens beim 2. Kurvenabflug abgerissen.

    So bekommt das Modell durch solche Anbauten einen eher hochsitzenden Schwerpunkt, d.h. bei jeder zu schnell angefahrenen Kurveneinfahrt wird das Modell zur Kegelkugel, was den vielen mühevoll-filigranen Anbauten wahrscheinlich nicht gut bekommen wird.

    Soweit ich das einschätze, ist kuschi71 / Carsten Kuscholke, der den MadMax-Truck so herrlich detailliert gestaltet hat, auch kein Rennfahrer im eigentlichen Sinne - seine Rennbahn im Nevada-Wüsten-Stil wird wohl eher nach Art einer Modelleisenbahn betrieben.

    Ach, da kann man vieles umbauen. Ich hatte mal vor längerer Zeit ein TurtleTrike mit einer aufgesägt-heißverformten Formel1-Karosserie verheiratet und 2 Biegetrinkhalme (die mit der Bogen-Knickriffelung) als Auspuffrohre verziert, dann alles alusilber angesprüht. Siehe meine Galerie, 2.Seite unten: 2.August 2018...


    Und in Perfektion kann das Carsten - siehe den Thread von kuschi71 - Nevada Vehikel , diesbezüglich besonders den Beitrag #124 vom 25.5.2016 - da stellt er seinen MadMax-Truck vor...

    Das Farbendesign ist ja klar aufgeteilt, es gibt nur gleichmäßig einfarbige, große Flächen, die klar voneinander abgegrenzt sind. Ich habe nochmal Revell Emaillack blau 56 und weiß 04 angemischt und einfach mit dem Pinsel lackiert, und der Lack füllt die Mikroporen auf. Die Seitenwände wurden mit weiß 04 grundiert. Dann habe ich einen passenden Orangefarbton nach den Originalfotos aus dem Wikipedia-Artikel angemischt: orange (Revell 30) und ein wenig rot (Revell 31), dazu ein kleiner Tropfen signalorange (Revell 25), weil es auf den Originalfotos recht leuchtend aussieht, und mit einem 3er Pinsel freihand die Kante blau/orange gezogen. Nachdem das einigermaßen getrocknet war, habe ich die trennende Zierlinie freihand mit einem dunkelblauen Tintenkugelrollerstift nachgezogen. Die Fahrer- und Beifahrerkanzel wurden von innen geschwärzt (Revell 7) und die Scheinwerferschächte innen dunkelgrau (Revell 57) Das darf jetzt noch mindestens 1 Tag durchtrocknen, dann kommt Klarlack. Aber wahrscheinlich male ich vorher nochmal mit blaugrau nach, wenn es gut durchgetrocknet ist; denn vor allem mit den Luftschächten neben den Fahrerkanzeln bin ich noch nicht zufrieden, die will ich noch glatter kriegen.


    Mit den original-gelben MarioKart-Felgen sieht das allerdings im Augenblick noch sehr bunt aus.

    Vor allem mit den Felgen bin ich noch am Grübeln, wie ich die dicken 4strahligen Felgensterne hinbekommen kann. Ich habe ein paar kleine Fliesenlegerkreuze da, vielleicht kann ich die anpassen. Und bei der Gelegenheit könnte ich auch gleich die Mario-Stummelachsen entfernen und gegen eine durchgehende Metallachse tauschen. Mit den Scheinwerfern gibt es wohl keine Probleme, in die Löcher passen 3mm-LeDs locker rein.

    Mal sehen...

    Mittlerweile ist das Ding fahrtüchtig und hat schon ein paar Runden gedreht; die MarioKart-Karosseriespitzen-Vorderachshalterung habe ich noch innerlich mit etwas Epoxi-Microballs verstärkt-angespachtelt an die Karosserieoberseite, soweit da Platz war: Denn der Stromabnehmer-Leitkielbereich des Fahrgestells ragt zwischen den Vorderrädern in diesen Rechteck-U-Träger hinein. Inzwischen habe ich mir auch den Heck-Anpreßflügel gemacht: Polyesterharz-Microballs-Gemisch, in einer "verlorenen" Kneteform gegossen.

    Und weil es heute einigermaßen trocken war, habe ich 'mal ein wenig Revell-Emailfarbe angemischt und gesprüht. Ich hatte gehofft, daß der Lack eventuelle Nadelstichporen füllt - hat er aber nicht wirklich. Und jetzt mit der einheitlich graublauen Lackschicht (Revell email blau 56 und etwas weiß 04) ist deutlich zu sehen, wie alt mein Harz war - das Heck ist voller Mikroporen, was bei der unlackierten Microballs-"Glitzerschnee"-Oberfläche kaum zu erkennen gewesen war. Das sieht jetzt aus wie geschliffener Schaumstoff, ist aber mechanisch fest, da läßt sich nichts eindrücken. Da muß ich mal überlegen, ob ich da noch was machen kann. Vielleicht mit einem Schleifschwamm anschleifen, 5Min-Epoxi-Microballs drüberspachteln, glatt abziehen, schleifen und dann nochmal drüber... oder ich mische mir nochmal die Revellfarbe im Farbton passend an, streiche die Farbe satt mit dem Pinsel drüber, laß' das eine Woche durchtrocknen, schleife dann nochmal und sprühe anschließend sauber nach. Das ist mit Farbe als Porenfüller wahrscheinlich besser, weil jetzt schon eine Farbschicht drauf ist; die müßte sonst runter, wenn ich jetzt mit Epoxi füllen wollte.

    (Das was da an den Vorderradkästen heraussteht, ist das Abklebeband über den Vorderrädern, weil ich diese Räder wegen der Stummelachsen nicht mehr so ohne weiteres abnehmen kann. Möglicherweise brechen die eines Tages ab - dann werde ich wohl auf eine Starrachse umbauen.)

    Das sind ja mindestens 300 Autos (ich dachte, ich wäre der einzige der sich die Bude so vollstellt...) Aber mit dem tollen Auto-Turm werden sie ja dann schön sicher stehen. Der Turm hat aber wahrscheinlich einen quadratischen Kernschacht. Da könnte dann eine stabile Drehachse rein - dann ist es bei der Fahrzeugwahl wie im Fachgeschäft.

    Die Fahrgestellbefestigung mit Messingholzschrauben im Epoxi-Microballshaufen war Mist, das war mir eigentlich schon gestern klar. Deswegen habe ich jetzt die Epoxihäufchen wieder rausgefräst und auf jeder Fahrzeugseite einen 1-2mm tiefen Längsschlitz mit dem 3mm-Zylinderfräser freihand eingearbeitet (Wie gut, daß meine Außenwände mindestens 3mm dick sind!) In diese Schlitze habe ich jeweils Streifen aus schwarzem 3mm-Plexiglas - irgend ein übriggebliebener Bastelrest aus dem Materialfundus - in die ich vorher jeweils ein M3-Gewinde eingeschnitten hatte - senkrecht nach innen abstehend eingepaßt. Dann die Passung überpüft, auf einer Fahrzeugseite den Verschraubungsstreifen locker am Fahrgestell montiert, reichlich Sekundenkleber in den entsprechenden Schlitz eingefüllt und sofort die Karosserie eingesetzt und in Position gehalten. Als dieser Streifen dann fest war, habe ich das auf der anderen Fahrzeugseite wiederholt. Daß diese Gewindehülsen dann auch schön parallel und senkrecht stehen, habe ich mit den lang herausstehenden Schrauben ausgerichtet. Den passenden Abstand zur Bodengruppe werde ich dann später mit gelochten Folienstreifen-Zwischenlagen einrichten.

    Zur Butter: Das war meine eigene Idee. Ich wollte eben unbedingt verhindern, daß irgendwo was klebenbleibt. Ich hatte 'mal einen Bericht zum Automodell-Abformen gelesen, da hatte der Autor Vaseline als Trennmittel benutzt, um ein Verkleben zu vermeiden. Die Form ist aus 2K-Silikon. Kein PU.


    Jetzt kümmere ich mich um die Befestigung der Karosserie am Fahrgestell. Die MarioKart-Karo war hinten eingehängt und vorne mit einer einzigen Schraube befestigt. Weil die Mirage-Karo vorne so flach ist und hinten das Getriebe den gesamten Raum zwischen den Hinterrädern beansprucht und "hinten-einhängen" wie am MarioKart aus Platzmangel nicht geht, bleibt für Befestigungsschrauben nur der Platz seitlich neben den Sitzmulden. Deshalb habe ich da dicke Tropfen aus 5min-2K-Epoxi & Microballs eingefüllt und die etwas zurechtgespachtelt, um mir Verschraubungsblöcke hinzumodellieren. Für's erste nehme ich kleine 1,6*10mm-Messing-Holzschrauben - aber zufrieden bin ich damit noch nicht, denn die reißen bestimmt mit der Zeit aus. Vielleicht schneide ich stattdessen noch jeweils ein M3-Gewinde, oder ich bohre es auf und klebe da M3-Polyamid-Muttern hinein, weil ein nur 5mm kurzes, geschnittenes Gewinde im Epoxi-Microballs-Mix wahrscheinlich nicht sehr belastbar sein wird. Oder noch besser - ich schleife meinen Epoxi-Mix etwas zurück und klebe 2 kleine Streifen 4mm- ABS mit M3-Gewindebohrung auf - da muß ich nochmal nacharbeiten. Damit das Kronrad nicht schleift, habe ich freihand mit der Kleinbohrmaschine eine Vertiefung hineingefräst. Und, ebenfalls aus Platzmangel, habe ich die Drosseln von den Schleifern vorne abgelötet, zu den Seiten gebogen und nur an den Hinterenden der Schleiferfassungen angelötet. Mal sehen...

    Das habe ich beim Gießen der Silikon-Oberform wohl nicht bedacht. Wahrscheinlich ist das Silikon doch nicht dünnflüssig genug oder hat zuviel Oberflächenspannung, um von alleine in so kleine und gleichzeitig tiefe Löcher vollständig hineinzufallen. Diese Lufteinlauftrichter sind am Urmodell bis zu 4mm tief unter der sonstigen Oberfläche. Ich hatte einfach das angemischte Silikon ganz langsam von einer Seite her über die gefettete Karosserie fließen lassen, bis sie komplett überflutet war. Vielleicht hätte ich das Silikon auch mit einem Zahnstocher in die Vertiefungen hineinwedeln sollen, genauso wie ich es später mit dem Harz getan habe - allerdings ist das Urmodell ja zu diesem Zeitpunkt des Formengießens schon vollständig mit flüssigem und undurchsichtigen Silikon bedeckt. Ich hätte da also im Trüben fischen bzw. stochern müssen und dabei besteht wahrscheinlich die Gefahr, daß man das Silikon direkt an die Oberfläche des Urmodells hinberührt und so das Trennmittel an diesen Stellen wegwischt; und dann könnte die Form an diesen Stellen am Urmodell festkleben. Außerdem könnte man sich auf diese Weise zusätzliche Lunker in der Form einhandeln, die erst nach dem Ausformen erkennbar werden. Ich mußte mich schwer beherrschen, nicht zu früh nachzuschauen: entweder darf der Abguß in Ruhe aushärten und wird was, oder er würde was, aber durch ungeduldiges Nachsehen zerstört man sich die Form...

    Das Bild in Beitrag #14 zeigt die Lufteinlaßtrichter bereits nach meiner Freihandbearbeitung (Spitzkegelfräser in der Kleinbohrmaschine).

    Wie ich mir das so ansehe, fällt mir ein, daß ich die Felgen ja einfach schwarz lackieren und entsprechend abgeformte, chromsilber lackierte Felgensterne einkleben könnte. Das ist aber was für erst ganz zum Schluß.


    Bald geht es weiter mit diesem Baubericht.

    Nachdem das ausgehärtet ist, lege ich ein Stückchen Schleifpapier um die Reifen und reibe jeden Radkasten behutsam auf, bis sich die Räder frei und ohne Schleifen drehen lassen. Die Vorderräder sind ab jetzt dauerhaft drin, ich werde also später zum Lackieren abkleben müssen. Tiefer geht's nicht runter. Als nächstes muß ich mir was für die Befestigung des motorisierten Fahrgestells in der Karo überlegen - hier auf dem Bild ist das nur draufgelegt. Aber jetzt paßt wenigstens der Achsabstand so einigermaßen. Zwar müßten die Vorderräder strenggenommen noch etwa 2mm weiter nach vorne, aber da war beim besten Willen kein Platz mehr in der Karo. Ich hatte da schon so viel Resin herausgeschliffen, daß ich schon fast hätte durchgucken können; aber das Ding soll ja auch noch mechanisch ein wenig Fahrbetrieb aushalten.

    Also trenne ich die Sache auf. Das ist im Prinzip kein Problem, weil bei den MarioKarts vom Typ Luigi und auch Yoshi die Vorderachse nicht am Fahrgestell befestigt ist, sondern mit ihren Stummelachsen fest an der Karosserie-Oberschale angegossen sind. Das bedeutet freilich, daß ich dieses Befestigungskonzept ebenfalls übernehmen muß. Und so säge ich die Karosserie-Frontschale samt Stummelachsen quer ab und fräse und biege dieses Teil solange behutsam zurecht, bis es in meine Karosseriespitze paßt. Leider bedeutet das auch, daß ich schon jetzt die Lage von Karosserie und Vorderachse endgültig festlegen bzw festkleben muß. Damit da nichts verrutscht, schneide ich mir Kartonstreifen zu und lege diese als Abstandshalter zwischen Reifen und Karosserie ein. Als alles paßt, schleife ich das Luigi-Kart-Vorderteil rauh, entstaube es und setze es in einen dicken Tropfen 2K-Epoxi-Microballs-Mischung in die Karosseriespitze, und damit das ja nicht verrutscht, klemme ich die Räder mit Leimklammern an der Karo fest.

    So, jetzt geht es los mit den Fahrgestell-Umbau- und Anpaßarbeiten...

    Mit der Laubsäge vertiefe ich die Trennfuge zwischen Karo-Vorderteil und dem im Original, nicht in meinem Nachbau aufklappbaren Hinterteil. Die Lufteinlauftrichter habe ich bereits mit dem Spitzkegelfräser vorsichtig nachgearbeitet - die waren durch mein Trennmittel doch etwas sehr gerundet und verflacht.

    Weil ich ja so eine dicke Kneteschicht in die Zinkkarosserie eingefüllt hatte, weist der Resinrohling mancherorts eine beachtliche Wandstärke auf. Da muß jetzt einiges raus, um für die Motor/Hinterachse/Fahrgestell-Einheit Platz zu schaffen. Also den 3mm-Fräser in die Kleinbohrmaschine, Staubsauger an und los. Schließlich sieht es so aus; blöd, der Achsabstand ist doch knapp 4mm zu kurz:

    Ich rühre 5min-Epoxi vom Conrad mit reichlich Microballs an und verteile das in den Kneteformen. Beim Einfüllen stochere ich mit dem Plastikhalm eines alten Wattestäbchens in der Epoximasse herum, um Lunker zu vermeiden und sicherzustellen, daß auch wirklich jede Ecke mit Harz gefüllt wird. Aber der erste Versuch, beide Hälften der Kneteform zusammenzulegen und die ganze Hutze gemeinsam gleichzeitig zu gießen, geht im wörtlichen Sinne schief, denn die Kneteformhälften kommen leider nicht genau symmetrisch zusammen. Das Ergebnis sieht schlecht aus, der Guß ist unbrauchbar.

    Jetzt kommen die Scheinwerferlöcher in die Karosserie; wahrscheinlich baue ich da später LeDs ein - warmweiß, denn das bläulichweiße Xenonlicht gab es ja in den 1970ern noch nicht... Aber erstmal schön mit Ruhe, Staubsauger und kleinem Zylinderfräser in der Kleinbohrmaschine freihand die Scheinwerferlöcher ins Resin fräsen - und bloß nicht abrutschen!!! Heikel... aber es klappt.

    Jetzt gibt es noch 3 Teile, die angefertigt werden müssen: Die Luftansaughutze für den Vergaser, den Überrollbügel und den Heckspoiler. Überrollbügel und Heckspoiler werde ich mir später aus Draht und Plastikplatte bauen; aber die Luftansaughutze muß ich abformen und dazu mache ich mir eine "verlorene Form" aus Knetmasse, die ich mit 5min-Epoxi & Microballs fülle - dann dafür extra noch eine Silikonform zu bauen, lohnt sich wohl nicht.



    Die Resinkarosserie, die Original-Lufthutze vom Solido-Modell und die Knete-Gußform