• Ich will mich endlich mit dem Tiefziehen von inlets beschäftigen. Das Tiefziehen an sich betreibe ich schon sehr lange, da gibt es keine Probleme. ABER :


    1. Wie konzipiert Ihr, die Ihr schon inlets tiefzieht, diese ? Es gibt ja die verschiedensten Fahrzeuge : Offen wie LMP oder CanAm oder Formel / geschlossen wie Gruppe C, Limousinen, Coupes und was noch alles.

    Man muss ja für jede Kategorie andere Umrisse und Maße und auch Gestaltungen in Betracht ziehen.

    2. Fertigt Ihr für jedes neue Modell das Inlet spezifisch, oder macht Ihr Universalvorlagen, die dann einfach visuell passen, aber nicht dem Original entsprechen ?

    3. Wie sieht es mit dem Einpassen aus - lasst Ihr rundherum einen Überstand, den Ihr dann beim jeweiligen Modell auf Maß schneidet, oder werden die inlets von Vornherein sauber an - / eingepasst ?

    4. Werden generell nur flache Inlets verwendet mit einem Torso, ein Bißchen Lehnen - und Lenkradrudiment, oder werden auch etwas mehr 3D - mäßige inlets gemacht, mit Oberschenkeln, ein Bißchen Sitz, den kompletten Oberkörper ?

    5. Wie macht Ihr es mit den Instrumentenpaneelen - werden die sauber und exakt passend vorgeformt, oder sind die "universal" ?


    Mich befriedigt einfach die Papierlösung nicht bei den Modellen, die ich als MODELLE baue, die also sehr realistisch und maßstäblich aussehen sollen aber trotzdem auch fahren. Bei reinen Renn ( Zweck - ) modellen, wo Sachen wie der Schwerpunkt eine viel größere Rolle spielen, verwende ich natürlich noch Papierinlets.

    Und seit dem Bau des ersten Schwermetallmodells sitze ich sogar darüber, die Chassis und Cockpits der Bausätze direkt zu verwenden - natürlich so weit wie möglich abgespeckt ( ausgefräst ) und angepasst / überarbeitet.

    Versuch macht kluch.

    Cockpits als Kopien des Originals neu aufzubauen erscheint mir etwas übertrieben, da es ja trotz allem um Zweckmodelle geht und da sollten gewisse Kompromisse nicht stören.


    Um einen alten Hobbykollegen wiedermal zu zitieren -

    "Aus 50 cm Entfernung sowie beim Fahren und auch später in der Vitrine siehst Du so gut wie nichts vom Cockpit, und schon gar nicht wie es gestaltet ist."


    Mir wäre es recht nur Antworten von Leuten zu bekommen, die in diesem Metier erfahren sind.

    "Ich denke / würde / könnte mir vorstellen..." hilft nicht weiter.


    Gruß


    Roland

  • Hi,

    Also mein Plan zum tiefzieh inlet war, universell eins Haben. Daher hab ich es größer gefertigt an allen Seiten, abgeschnitten isses ja schnell


    Folgende Teile wollze ichTiefziehen,Oberkörper mit Lehne Amateurenbrett mit Lenkrad, Mitteltunnel bissel Deko hier und da.

    Am Ende da noch einen Kopf drauf kleben.

    Als Deko hab ich auf der Beifahrerseite Widerstände aufgeklebt, ne Art Feuer Löscher oder so. Hinten ein Kreuz, was man farbig machen kann als ne Art domstrebe oder Käfig


    Der erste Versuch war aus klarem Material, von unten angemalt.

    Ich hab das Teil jetz erstmal 2k Lack verpasst, damit es glatt ist und der Lack halt super.

    IMG-20220309-WA0009.jpg

    Die Löcher an den Vertiefungen habe ich damit es auch überall in den Kanten gut tiefgezogen werden kann. Das Material kühlt sich extrem schnell ab, mit den Kanten bin ich bisher noch nicht ganz zufrieden am Abzug. Ich werde verschiede Materialstärken und auch weißes PS probieren (0,3 und 0,5)


    IMG_20220212_181201_252.jpg


    Die Puppe wirkt etwas "dicklich" mit Farbe. War von einem KTM x-bow. Der Fahrer ist deutlich größer wie ein F1 Fahrer.



    Am Ende sieht es dann so aus

    IMG_20220317_124947_244.jpg

  • tiefgezogenes Inlet nur für Autos, von denen ich mehr als 1 Stück baue, ansonsten 0,5 PS Platte mit Aufbau


    tiefgezogenes Inlet nur modellspezifisch, vorher genau eingepaßt.

    Armaturen passend

    Tiefe: halbes bis 3/4 Lenkrad, maximal mit Armen für den Fahrer

    Käfig: nachträglich

    Feuerlöscher am Beifahrerplatz


    bevorzugt Verwendung der Teile aus dem Metallauto (so vorhanden) für den Tiefziehklotz. Armaturenbrett auf Höhe runterschleifen, Sitzlehnen gekürzt, Hutablage (oder Motorblock) runtergeschliffen

  • Danke für die beiden hilfreichen Antworten ! Bei den Widerständen würde ich die Drähte entfernen, sonst sieht es zu klar wie Widerstände aus.


    Roland

  • Danke für die beiden hilfreichen Antworten ! Bei den Widerständen würde ich die Drähte entfernen, sonst sieht es zu klar wie Widerstände aus.


    Roland

    Ja das kann möglich sein. Bei meinem r5 waren am orignal modellinlet da ne Art Tag Tanks uns Leitungen. Darum war das zuerst in Kopf. Ma sehen.


    Man wird eh verschiedene Vorlagen Brauchen, schon wegen der Fahrer. Dieser wird wohl kaum in einen Mini passen. Da müsste man sicherlich eine f1 Puppe verwenden

  • manches lässt sich auch gut zusammen Mischen

    Puppen und Lehnen abgießen

    ein Stück Isolierung statt Lenkrad


    lässt sich auch gut auf ein Photoinlay mit aufkleben

    ziemlich einfach, ohne Tiefziehen


    eine Puppe und das Oberteil eines Lenkrad, ändert die Ansicht im Auto eines Photoinlays erheblich


    cu, DC

    Die Welt braucht mehr Ver-Rückte,
    seht
    was die Normalen aus Ihr gemacht haben

  • Jan :


    Die Figur wirkt nur dicklich

    - wegen der unpräzisen Bemalung, zum Beispiel an den Armen wo die Farbe auf der Fläche endet, oder an den Handschuhen

    - durch die Modellierung, z. B. der linke Arm ist am Oberarm doch recht dick

    - fehlende Konturierung mittels feiner Trenn - und Faltenlinien


    Für Letzteres gibt es gut funktionierende Pigmentstifte mit Linienstärken ab 0,03 mm.


    Glanzlack ist auch nicht das Gelbe vom Ei.


    Claus :

    Stimmt auffallend, dass Lenkradteil und Torso auf dem Papier - Inlet unheimlich viel ausmachen.


    Roland

  • Ja das bemalen ist für mich schwierig. Habe ich schon Gemerkt und probiert. Leider waren da meine Pinsel auch zu groß, hab schon neue dünnere besorgt...Ma sehen wie die nächsten Versuche werden.

  • Die werden auf jeden Fall besser.

    Wenn ich inlets bemale, dann beginne ich immer damit, mit einem feinen Stift die Konturen zu umreißen. So sehe ich schon vorher bis wohin der Körper geht, wo zwischen Arm und Körper farbllich abgesetzt werden muß, weil da ein Spalt ist und der Arm nicht direkt am Körper anliegt und so weiter.


    Roland

  • Da fährt halt nen Boxer samt seinen Handschuhen

    ;)

    es müssen ja nicht alle auf meine zarten Frauen stehen


    für den Anfang gut

    lässt sich noch etwas verfeinern

    aber

    die meisten Autos sind Autos mit Fenstern und Dach

    da sieht man kaum noch Feinheiten


    Die Profis hier würden es wohl noch schaffen meinen Girls Lidschatten zu malen

    ich schaffe nicht mal die Augen


    dann ist Das halt so


    cu, DC

    einfach weiter machen Jan

    Die Welt braucht mehr Ver-Rückte,
    seht
    was die Normalen aus Ihr gemacht haben

  • Die werden auf jeden Fall besser.

    Wenn ich inlets bemale, dann beginne ich immer damit, mit einem feinen Stift die Konturen zu umreißen. So sehe ich schon vorher bis wohin der Körper geht, wo zwischen Arm und Körper farbllich abgesetzt werden muß, weil da ein Spalt ist und der Arm nicht direkt am Körper anliegt und so weiter.


    Roland

    interessant, ein Stift? Was für Welche? Hast du dazu einen Link oder so? Ein Fineliner wird es ja kaum sein

  • Ich bin Roland dankbar, dass er dieses Thema aufgemacht hat, da ich für mich das Thema "Inlets tiefziehen" ebenfalls bereits seit einiger Zeit auf der Agenda habe und immer weiter vor mir herschiebe.

    Daher möchte ich noch einmal genauer nachfragen: Wie erstellt ihr die Vorlage, die tiefgezogen werden soll?

    Mir geht es darum, ein passendes Inlet für eine bestimmte Karo/ein bestimmtes Modell zu erstellen.

    Konkreter: Wie nehmt ihr die passende Form innen ab? Ich hatte hier an Plastilin/Knetmasse gedacht.
    Wie/worauf/womit modelliert ihr die Positiv-Vorlage?

    Kann man als Basis so etwas wie Knetmasse verwenden und darauf Sitze, Fahrerfigur, Käfig und Co arrangieren?

  • Kaum zu empfehlen, da Wärme im Spiel ist.

    Die innere Form abnehmen - sozusagen die Basis auf der alles steht - hängt erstmal davon ab ob Du ein komplettes cockpit bis auf den Boden machen willst oder ein halbhohes so etwa bis zu den Knien oder ein flaches, auf dem lediglich der Oberkörper und alles auf dieser Ebene Befindliche abgebildet wird.

    Um den Innenraum dort abzumessen wo später das Inlet sitzt ist meine Methode

    - Innenraum je nach Tiefe entweder fotografieren oder scannen

    - Innenraum an der Stelle, wo das Inlet sitzen wird, ausmessen

    - mit diesen Maßen das Foto / den scan exakt auf Maß bringen

    - einmal im Sparmodus ausdrucken, exakt ausschneiden und einpassen evtl. nacharbeiten.

    Man kann es auch mit der trial-and-error-Methode machen und ein Stück dünne Pappe rundum gleichmäßig so lange beschnippeln bis sie passt. Noch ein authentisches oder zumindest passendes Paneel und eventuelle Abstufungen nach unten einzubringen ist halt Bastelei, deren Umfang und Qualität den eigenen Ansprüchen unterworfen ist.

    Ich mache es gerne mit meiner Methode, weil ich da dann eine wiederverwertbare Datei behalte.

    Die Kleinteile, die in Abhängigkeit von Deinen Ansprüchen mit repliziert werden sollen, mußt Du halt selbst schnitzen und platzieren. Sie können volle Körper sein - bei tief runter reichenden cockpits - oder nur halbiert oder noch flacher, je nachdem wie das inlet konfiguriert werden soll.


    Tiefgehende Hinterzüge vermeiden !


    Basis könnte z. B. 5 mm dickes MDF sein.


    Roland

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