Proxy-Rennen der Metallkarosserien 2022, Demontage-Anleitung Renault Mégane Sport, DDuesentrieb

  • Liebe Kollegen, liebe hosts des Proxy-Rennen der Metallkarosserien 2022,


    hier kommt eine kurze Demontage-Anleitung für meinen Renault Mégane Sport, der durch eine übermäßig hohe Anzahl von Schrauben zusammengehalten wird.


    Warum ist es eigentlich so kompliziert die Karosserie des Mégane vom Chassis loszubekommen und anschließend wieder zu montieren?


    Das liegt daran, dass die Radausschnitte der Karosserie die Reifen fast vollständig umschließen, so ähnlich wie bei einem DTM Fahrzeug:


    20220107_090119_size.jpg


    Bei den Carrera DTM Fahrzeugen sind die Seitenschweller von der restlichen Karosserie getrennt. Bei der Demontage können die Seitenschweller derart abgenommen werden, dass die Räder/Reifen/Achsen mit der Chassis-Einheit problemlos nach unten aus den Radausschnitten herausgezogen werden können.


    Bei dem Die Cast Modell von Burago lassen sich die Seitenschweller nicht abnehmen. Daher musste ich mir eine andere Lösung für Demontage und Montage ausdenken.


    Praktischerweise musste ich ohnehin insgesamt 12 Karosserie-Schrauben an der Bodenplatte verwenden:


    20220106_163221_size.jpg


    Die Bodenplatte wird wie üblich mit vier Karosserie-Schrauben an Karohaltern angeschraubt, die in die Karosserie eingeklebt sind. Die Reifen sind hier noch mit etwa sechs Lagen Malerkrepp abgeklebt, um sie beim Aufbau des Fahrzeugs mittig in den Radausschnitten positionieren zu können. Im Rennbetrieb bleibt das Malerkrepp natürlich weg!


    Die Vorderachse ist auf einer Leitkiel-Montageplatte angebracht. Diese Leitkiel-Montageplatte ist mit weiteren vier Schrauben an der Bodenplatte befestigt. Bei Demontage und Montage der Chassis-Einheit bleibt die Leitkiel-Montageplatte an ihrem Platz, die entsprechenden Schrauben werden NICHT entfernt.


    Die Hinterachse ist auf der Motor-Getriebe-Montageplatte angebracht. Diese Motor-Getriebe-Montageplatte ist ebenfalls mit vier Schrauben an der Bodenplatte befestigt.


    Zur Demontage werden die vier Karosserie-Schrauben aus den Karohaltern herausgeschraubt. Danach, beginnend mit den zwei Schrauben vor den Hinterreifen, die vier Schrauben lösen, die die Motor-Getriebe-Montageplatte an der Bodenplatte fixieren. Die Leitkiel-Montageplatte bleibt angeschraubt ⚠️


    Das sieht dann so aus:


    20220107_074344_size.jpg


    Dann werden die Bodenplatte und die Motor-Getriebe-Montageplatte gleichzeitig herausgenommen. Dabei werden die Räder/Reifen/Achsen mit den daran hängenden Montageplatten unter leichtem seitlichen Verschieben aus den Radausschnitten (eine Seite nach der Anderen) herausbugsiert.


    Das ist ein wenig kniffelig, zumal die Motor-Getriebe-Montageplatte ja noch über die Stromkabel mit der Leitkiel-Montageplatte verbunden ist.


    Bei der Montage geht man (natürlich) umgekehrt vor, um die Räder/Reifen/Achsen mit dem ganzen anhängenden Klimbim wieder in die Radausschnitte zu bugsieren.


    Vor der Montage darauf achten, dass die Distanzscheiben (zwei auf der linken Seite und eine auf der rechten Seite), die unter die Motorplatte geklebt sind, am Platz bleiben.


    20220107_080230_sizeM.jpg


    Motor-Getriebe-Montageplatte mit angeklebten Distanzscheiben. In der Abbildung steht die Chassis-Einheit "auf dem Kopf".


    Beim Anziehen der Schrauben darf nur minimales Drehmoment verwendet werden, besonders bei den zwei Karo-Haltern vor den Hinterreifen. Zur sicheren Fixierung sollte daher Schraubensicherungslack (beispielsweise Loctite 243) eingesetzt werden.


    Außerdem muss die Motor-Getriebe-Montageplatte während des Anschraubens mit Daumen und Mittelfinger an die Bodenplatte herangezogen werden, während der Zeigefinger die Bodenplatte andrückt:


    20220107_062428_sizeM.jpg


    So greifen die kurzen Schrauben sicher, ohne die Gewindelöcher auszuleiern.


    Alles klar :?:

  • Warum.auch einfach, wenn es umständlich auch geht?

    Tja,


    ich hatte mir auch erst überlegt die Radausschnitte unten so weit aufzufeilen, dass die Reifen/Räder/Achsen und die fest montierte Chassis-Einheit wie üblich einfach aus der Karosserie herausgenommen werden können.


    Das ging mir aber aus optischen Gründen gegen die Ehre.


    Apropos:


    Wie hättest du das Problem gelöst?

  • wie hättest du das Problem gelöst?

    auf diese Frage habe ich gewartet ....

    schließlich ist es leicht, hinter der Tastatur zu sitzen und blöde Kommentare abzugeben.

    gestern abend ist mir auf die schnelle nämlich ehrlich gesagt auch keine bessere Lösung eingefallen.


    mit ein bißchen Nachdenken allerdings ...


    Mittelteil (blau) des Chassis schmaler machen, damit man den "einfädeln" kann.

    Dann die Zwischenplatten (rot) aufschrauben.

    (grün) sind die Karohalter.


    20220114_101337.jpg

  • wenn wir immer alle das gleiche machen würden, wäre es doch langweilig!


    und das es funktioniert, haben wir im Rennen gesehen! Ich habe mir den Proxy Thread zum Lesen aufgehoben, um das Unausweichliche noch ein bißchen rauszuzögern. bin schon gespannt, was ElCheffe zu meinem Motor meint ...

  • Was solls da geben wenn der Motor unverändert GO! ist ?


    Daniel, ich hoffe meinen Audi R8 wenigstens zu Hause zum Einsatz zu kriegen. Er hat ebenfalls solche Radausschnitte.

    Ich hatte bisher bei derartigen Modellen das Glück, dass sich die Chassis per "Quetschmethode" einfädeln lassen. Liegt vielleicht am Härtegrad meiner Reifen.


    Roland

  • Ich fädel die immer einseitig ein

    das die Räder erstmal in einen Radkasten einfassen, dann ging die andere auch immer (bis jetzt)

    in etlichen Go-Karos habe ich die gesteckten Seitenbereiche verklebt und viele der Doppelwandungen heraus gefräst

    bei. Die Audi RS5 muß innen die Breite erhalten werden, weil da das Chassis ansetzt.

    jedenfalls wenn man wie ich das Go-Chassis aufarbeiten auf Kugellager und Drehkiel usw


    u, DC

    Die Welt braucht mehr Ver-Rückte,
    seht
    was die Normalen aus Ihr gemacht haben

  • Da wirst Du nicht mehr sehen als die vier üblichen Schrauben an den Ecken der Seitenteile.


    Im Grunde ist es bei mir sowieso gleich wie die Radläufe geformt sind.

    Ich verwende generell aufschraubbare Alufelgen, und da ist das Null Problemo.

    Ausgerechnet die einzigen drei Autos mit Originalachsen hatten aber auch die herum gezogenen Radläufe und werden deshalb per Quetschen komplettiert.

    Der Audi wird #4. Aber wieder mit Alu.

    Schon allein wegen des viel perfekteren Rundlaufs.


    Roland

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!