Einspurige Wendeschleife mit Carrera-Go Schienen?

  • Hallo,

    ich hoffe, dass ich mit meiner Frage in der richtigen Rubrik gelandet bin.


    Bei der Planung meiner neuen Bergrennstrecke, die einspurig mit Wendeschleifen ausgeführt werden soll, stellt sich die Frage, ob das mit Schienen der Carrera-GO machbar ist.


    Prinzipiell soll das also so aussehen:


    einspurige Wendestrecke.png


    Ist so eine Wendeschleife mit Kurven der GO machbar?


    Wendeschleife.jpg


    Zersägen wäre das geringste Problem. Nur welche Kurven braucht man dafür?


    Grüße,

    Wolfgang

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    Die deutsche Sprache ist zwar Open Source, das heißt, jeder kann sie nutzen. Man sollte aber den Quelltext nicht verändern.

  • Tja - DAS ist das klassische Dauerproblem aller 2Leiter-Modelleisenbahnen, und Autorennbahnen machen da keine Ausnahme, weil sie genauso mit 2 Stromschienen arbeiten. Vielleicht gibt es im DC-Modellbahnbereich dafür eine Umpol-Schaltung.


    Alternativ fällt mir gerade ein: Man könnte auch eine Normalschiene von ihrem Straßenmittenbereich befreien und ein wechselnd einwegiges Straßenstück mit Doppel-Slot machen. Wenn man dann den mittig aneinanderliegenden Leiter als 1 gemeinsamen Leiter auffaßt, ließe sich die ganze Sache nochmal um einen knappen cm verschlanken, so daß eine 3Leiter-2Slot-Wechselstrecke entsteht. Am Ende wäre dann ein tropfenförmiger Wendehammer als Steckenabschluß. Eine Kurzschlußgefahr durch weit aufgefächerte Schleifer sehe ich nicht, denn es ist ja noch der Slot der Gegenrichtung auf der anderen Seite, und im Wendehammerbereich hätte die Strecke ja wieder nur 1 Slot mit 2 Leitern. So würde das Auto zwar nicht ganz exakt auf derselben Strecke zurückfahren, sondern nur etwas versetzt, aber wenigstens die Optik würde wohl ziemlich einspurig und es gibt kein Umpolungsproblem; dafür aber einen erheblichen Umbauaufwand mit der 2-Wege-Einspurstrecke. Außerdem müßte man eine Sonderschiene für die Ausleitung in den normalen Streckenbereich bauen, denn mit der Weiche wird das nicht gehen. (Das sollte ich selbst mal ausprobieren, klingt interessant,,,)


    Und so stelle ich mir eine elektromechanische 1Slot-2Leiter-Wechselbahn vor:

    Carrera-Kehrschleifenbahn.jpg

  • Den Kurzschluss an der Weiche stört zusätzlich :( So aufgebaut rauchts :S

    Mit entsprechenden Unterbrechungen in den Weichen, könnte man statt Lichtschranke und Relais auch den Brückengleichrichter aus dem Netzteil aus und ins Auto einbauen, also die Schienen mit Wechselstrom betreiben. ;)

    Halbwellenbetrieb mit 2 Fahrzeugen geht aber bei dem Layout dann aber nicht.

  • Den Kurzschluss an der Weiche stört zusätzlich :( So aufgebaut rauchts :S

    Wenn die Wendeschleifen eine eigenen Regelkreis haben und elektrisch von der eigentlichen Strecke getrennt sind, wo gibt es denn dann einen Kurzschluss?

    Die deutsche Sprache ist zwar Open Source, das heißt, jeder kann sie nutzen. Man sollte aber den Quelltext nicht verändern.

  • Wenn die Wendeschleifen eine eigenen Regelkreis haben und elektrisch von der eigentlichen Strecke getrennt sind, wo gibt es denn dann einen Kurzschluss?

    Dann musst du in der Weiche aber auch Unterbrechungen einbauen! Wegen mir mit Dioden an beiden Leitern.
    So wie oben skizziert ist der 'obere' Leiter an der Weiche nach der Wendeschleife fix mit dem Unteren verbunden = Kurzschluss - da bewegt sich nirgends was auf der Strecke.
    Und wie soll der eigene Regelkreis aussehen? Extra Stromeinspeisung mit extra Regler :oops: ? Oder ~7V Fixspannung für die automatische Kurvenfahrt? :sleeping:

    Das angedachte 2polige Umpolrelais sollte ein Stromstoßrelais sein, Reflexlichtschranke linke Weiche und die Reflexlichtschranke von der rechten Weiche gehen ja auf das selbe Relais. Alternativ ein Zählfliflop der das normale Relais ansteuert.

    Nächstes Problem: Schaltblech der Weiche
    Ohne Steuerung fährt der Wagen das erste mal linksrum um die Kurve und das zweite mal rechtsrum, das dritte Mal wieder links usw und wenn das Blech mal in der Mitte stehen bleibt, fliegt die Karre aus dem Slot.
    Also muss da noch eine kleine Feder rein, die die gewünschte Kurvenrichtung vorgibt.

  • Alle sagten: "Das geht nicht!" Dann kam einer, der wusste das nicht und hat es einfach gemacht.


    Grüße,

    Wolfgang

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  • Wolfgang, hast du eigendlich mal über Holz nachgedacht. Da wäre das ganze mit einem doppelten Slot ohne Probleme möglich.

    Vielleicht kennst du die Bahn von Akademus aus dem Freeslotter KLICK

    Hallo Uwe,


    die Bahn von Akademus kenne ich. Bei Holz würde ich komplettes Neuland betreten und bräuchte auch eine Oberfräse. Bei meiner Bergstrecke habe ich schon ausreichend Erfahrung bei der Verwendung von GO-Schienen gesammelt und aus den Fahlern beim ersten Bau gelernt. Einen zweiten Slot für die Bergabfahrt möchte ich auch nicht; deshalb wieder die Neuplanung mit GO-Schienen.


    Außerdem reizt es mich, so eine Strecke mit Wendeschleifen und Bahnstromumschaltung zu realisieren. Vielleicht gerade auch, weil manch einer verzweifelt bemüht ist, mir zu erklären, warum das nicht gehen kann. Dass die Weichen umkonstruiert werden müssen - logisch. Das ganze Digital-Gedönse brauche ich ja eh nicht. Würde auch keinen Sinn machen, eine einspurige Bergrennstrecke gleichzeitig mit mehreren Autos befahren zu wollen.


    Wie ein Kurzschluss entstehen sollte, wenn die Wendeschleifen mit den Weichen überhaupt keinen elektrischen Kontakt mit der reinen Fahrstrecke haben, keine Ahnung, vielleicht wireless Strom?


    Dass das alles nicht plug-and-play geht, dürfte klar sein und ein wenig Zeit und probieren wird auch nötig sein. Ich sehe allerdings momentan keine unüberwindbaren Probleme. Mag sein, dass ich mich da täusche, aber Bange machen gilt nicht.


    Also - Ruhe bewahren und ein wenig gedulden.


    Grüße,

    Wolfgang

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  • So,


    der Umbau einer Weiche hat gerade mal 10 Minuten gedauert. Elektronik raus und eine Zugfeder aus einem Daumendrücker eingebaut.


    Weiche_01.jpg


    Weiche_02.jpg


    Die Stellung der Weichenzuge ist jetzt durch die Zugfeder vorgegeben. Auto fährt ein, durch die Wendeschleife und drückt die federbelastete Weichenzunge bei der Rückkehr mit dem Leitkiel auf. Danach kehrt die Weichenzunge durch die Zugfeder wieder in ihre Ausgangsposition zurück.


    Fertig ist der Lack - Problemstellung 1 - Haken dran, gelöst.


    enrico, hast ne Nachricht


    Grüße,

    Wolfgang

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    • Weiche_03.jpg

      (79.24 kB, downloaded 6 times, last: )

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  • Ist sogar die Frage, ob man die Weichenzunge überhaupt braucht.

    Gruß

    Harald

    Hallo Harald,


    die Überlegung hatte ich auch. Wahrscheinlich bräuchte man die Zunge wirklich nicht. So ist es aber auf jeden Fall "Narrensicher" und wie gezeigt, viel Aufwand ist es ja tatsächlich nicht.


    Die Regelung der drei Teilstreckenbereiche, Wendeschleife unten, Bergstrecke, Wendeschleife oben mit einem Analog-Regler sollte auch keine Probleme machen. Dem Analog-Regler ist es ja egal, ob er Plus oder Minus regelt.


    Die Platine mit einer Lichtschranken gesteuerten Umpolung ist schon in Arbeit. Ein Bekannter war so nett, sich der Sache anzunehmen. Elektronik ist nämlich nicht meins.


    Als nächstes werde ich mich an die Wendeschleifen machen und dann erst mal mit einem manuellen Umpolschalter testen, ob das alles so funktioniert, wie angedacht.


    Grüße,

    Wolfgang

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  • Ich dachte mir, ich probiere die 3Leiter-2Slot-Idee 'mal aus - und habe darum gerade das hier gebaut. Demnächst soll diese Schleife mein Vampir-Diorama erweitern... und fahren läßt es sich schon einwandfrei. Nur ist es leider etwas aufwendig, die 3Leiter-2Slot-Strecke zu bauen; und Kurvenstrecken dürften etwas schwieriger werden wegen der geringfügig unterschiedlichen Slotradien. Insgesamt habe ich verarbeitet: 1# Standardgerade und 2# K1 (da waren noch massenweise welche da), alle jeweils mit der Laubsäge von Hand längshalbiert. Die Außenradienstücke sind am Ein- und Ausfahrtbereich der Kurvenzone, die Innenradienstücke bilden den Kurvenscheitel, so ergibt sich ein schließend-öffnender Verlauf. Tja, der arbeitsaufwendige 3Leiter-Abschnitt -

    ABER so braucht man überhaupt keine Umschaltung. Allerdings muß ich noch die Ein/Ausfahrtschiene in den normalen Solo-Slot-Bereich entwickeln...


    (Ich habe mir erst gerade jetzt die "akademus-bahn" (link) angeschaut - das ist ja genau dieses Prinzip)

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