Wir Organisatoren des Essener Treffens haben seit langem drüber nachgedacht und haben den Entschluss gefastet, bei diesem Treffen mal einen Versuch zu wagen und eine 6-spurige Strecke zu bauen.
In der Normalform ist eine 6-spurige Strecke nicht sinnvoll, da die mittleren beiden Spuren ja nur aus K2 bestehen und daher viel zu einfach zu fahren sein würden da man praktisch überall nur mit Vollgas durchknallen kann.
Um das Problem der zu einfachen Spur 3+4 zu umgehen, habe ich in den Kurven nur sehr selten die Kombination K1/2/3 verwendet, sondern Innen K1, Mitte K1 und Außen K2. Ist dann zwar kein einheitlicher 6-spuriger Schienenblock, aber dadurch entsprechen die Spuren 1+2 und 5+6 im Grunde dem Schwierigkeitsgrad der normalen 4 Spurigen Bahn und die mittleren Spuren 3+4 sind mehr oder weniger so schwer wie die Außenbahnen einer 4-spurigen Bahn. Das Problem "zu einfach" wäre damit auf jeden Fall gelöst!
Die Spuren 1,2,5&6 dürften fahrerisch keinerlei Problem darstellen da sie genauso zu fahren sind wie bei einer 4-spurigen Bahn die Bahnen 1,2,3,4:
Spur X 6-spurige Bahn = Spur Y 4-spurige Bahn
1=1
2=2
5=3
6=4
Eine Umgewöhnung wird es aber halt bei den Spuren 3 und 4 geben denn wir sind es natürlich gewöhnt Innen mit schnellerer Geschwindigkeit zu fahren da wir dort K2 erwarten. Bei unserem Layout kommen aber auch dort häufig K1 zum Einsatz. Es wird also sicherlich ein wenig eine Herausforderung sein dort sich geistig auf K1 einzustellen. Rein fahrerisch entsprechen die Spuren 5 & 6 daher den Spuren 1 & 4, sind also die anspruchsvollsten Spuren.
Als Zeitmessung hat Joe seine Hard- und Software auf 6-spurig aufgebohrt, so daß da alles läuft wie gewohnt.
Der Rennablauf wird allerdings etwas anders sein als sonst da es ja jetzt nötig ist 6 Leute an die Bahn zu rufen. Wir haben uns daher dazu entschieden nach dem Rennablauf zu fahren mit dem auch in Renncentern gefahren wird:
- Alle Spuren werden in festen Gruppen hintereinander weg gefahren.
- Bahnstrom wird bei abgelaufener Rennzeit direkt abgestellt (also wird die Runde nicht zu ende gefahren). => Jeder Fahrer rückt einen Slot auf, das Auto wird an der Stelle, wo es bei 0:00 stehen geblieben ist, einen Slot weiter gestellt und fährt dort dann im nächsten Rennen weiter. Bahnstrom wird erst bei Rennstart wieder frei gegeben so daß es keinen Frühstart geben kann.
- Rennzeit wird von 3 Minuten etwas verkürzt (wahrscheinlich 2:30 Minuten)
- Autos werden mit Dots in Spurfarbe gekennzeichnet
Durch diesen Rennablauf sollte die Leerlaufzeit beim Fahrerwechsel deutlich geringer sein (weil man nicht erst alle Fahrer aufrufen und suchen muß) so daß dies den Zeitverlust durch die zusätzlichen 2 Rennen auf der 6-spurigen Bahn ausgleichen sollte.
Wir hatten zum Testen mal eine 6-spurige Bahn nach diesem Muster aufgebaut und haben da keine Probleme festgestellt.
Uns ist natürlich trotzdem klar, daß es ein Versuch ist, der auch fehlschlagen kann aber wir sind zuversichtlich, daß die Vorteile eines 6-spurigen Layouts (mehr direkte Duelle auf der Strecke, mehr Fahrzeit pro Fahrer) überwiegen. Sollten sich trotzdem am Freitag bei den Rennen eklatante Probleme zeigen kann könnte man Notfalls die Bahn für Samstag noch recht schnell wieder auf 4-spurig zurück bauen.
Wir sind sehr gespannt...
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